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VHS-Kurs im NaSchau 3.5.2024

Da saßen sie nun, die oft nicht mehr so jungen Alteingesessenen. Und lauschten dem VHS-Vortrag von Christoph Schallert zum Thema: „Nichts liegt näher als naturnah!“ Wobei das in mehrfacher Hinsicht zutraf: Der Schaugarten liegt ja sehr nahe zur Stadt und naturnah gestaltete Flächen sind „naheliegend“, weil sie mit eine Lösung sein können, den Anforderungen durch die Klimaveränderungen gerecht zu werden (bezüglich Ressourcenverbrauch, Stadtklima, Beitrag zur Artenvielfalt, …).

Warum also nicht heimische Pflanzen nutzen? Einen schönen Spruch finde ich: „Pflanzen Sie nicht irgend was! Sie sind ja auch nicht irgendwer!“ Nun denn!

Wo lässt sich besser heimische Vielfalt von Pflanzen zeigen als im Naturschaugarten!? Und bei der anschließenden Führung sang eine Nachtigall. Wie bestellt! ☺️

Ein schimpfender Sänger?

Sie werden es sich sicher schon gedacht haben: Den Rohrammer gibt es nicht im Naturschaugarten.  Wir haben ja auch kein Röhricht, wo er gerne lebt. Die Beschreibung des Vogels ist mir misslungen, ich bin abgeschweift. Aber wenigstens lustig geraten.

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Also: Ich muss das mal klarstellen! Wenn die Rohrammer wie ein Rohrspatz schimpfen soll, was man ihr nachsagt, ist das schon mal per se kurios, denn Rohrspatz ist ein anderer Name für Rohrammer! Man sagt ja auch nicht: Der Elefant im Porzellanladen benimmt sich wie ein Elefant!
Apropos schimpfen: Wenn jemand behauptet, die Rohrammer würde „schimpfen“, der kennt meine ehemalige Nachbarin nicht. DIE schimpfte wie ein, ähm, nee, schimpfte, was das Zeug herhält. Und sie lässt sich wegen ihres eher ausgeprägten Resonanzkörpers kaum mit einem Rohrspatz vergleichen.
Aber genug davon, ich wollte ja was zur Rohrammer alias zum Rohrspatz schreiben, jedoch habe ich mich verbal total verlaufen. Meine Ex Nachbarin würde schimpfen. Mal ein Beispiel: Als ich einmal etwas vergessen hatte und in die Wohnung zurück musste, merkte meine Nachbarin an: „Oh Herr Endres, sie Halbhirn! Das, meine Damen und Herren, also das, das nenne ich ordentlich geschimpft! Respekt!
 
Wer mehr zur Rohrammer wissen will, der klicke hier!

Veranstaltung zum Tag des Artenschutzes am 3.3.2024

Überall in Bretzenheim, auch im Naturschaugarten,  tauchten sie auf: Bilder mit Tieren und Pflanzen. Das Rätsel war schnell gelöst, denn unter den ungewöhnlichen Fotos fand sich der Hinweis zu einer Veranstaltung zum Tag des Artenschutzes am 3.3.2024  im  Garten „Naturtreff“, In der Klauer, Ecke Am Ostergraben!

Auch unser Arbeitskreis hatte sich mit Bildern beteiligt, Zudem wurden von uns ungewöhnliche Naturgeschichten zu heimischen Insekten vorgelesen. 

Näheres hier!

Eiswunder

Traumhaft schön, dieses von Elena Jenike-Kinsinger fotografierte Bild. Danke dafür!
 
Unglaublich, wie Eiskristalle wachsen. Sie können in Sekunden entstehen wie z.B. hier auf den Hagebutten. Jedes einzelne Eiskristall und jede Schneeflocke hat wohl sechs Spitzen. Kühl wissenschaftlich erklärt sich dieser kalte Zauber so: Wassermoleküle sind eben winkelig angeordnet. Und unter bestimmten Bedingungen … Na, wo bleibt dabei die Begeisterung?
 
Ein anderer Zauber bietet sich, wenn man Eiskristalle unter polarisiertem Licht beobachtet: Sie schillern wie Regenbögen. Und haben Sie schon einmal Halos entdeckt? Bei Eiskristallen in hohen Luftschichten können am Himmels weiße oder farbige Kreise, Bögen, Flecken oder gar Säulen entstehen lassen. Zauberhaft diese Halos! Aber hallo! Schade, dass ich dazu kein Bild habe.
So, jetzt habe ich mir einen Hagebuttentee verdient!

Eis und Natur

Wir Menschen fürchten Eisregen sehr. Aber wie kommen Bäume und Sträucher damit klar?
 
Bei Nadelgehölze sind die Nadeln gut durch eine dicke Wachsschicht geschützt. Laubbäume sorgen da aufwändiger vor. Bevor sie „Winterschlaf“ machen, holen sie Nährstoffe und zerlegte Chlorophyllproteine aus den Blättern zurück und verlagern dies alles in Äste und Stämme. Die Blätter werden bunt, die Wasserzuleitung zu den Blättern wird gekappt. Ein Trenngewebe bildet sich zwischen Zweig und Blattstiel und verkorkt. Und bei Windstößen regnet es dann Blätter! 
 
Knospen sind durch Schuppen geschützt, zudem hat der Baum eine Zuckerlösung in die Knospen gepumpt, damit die nicht so schnell erfrieren. Eisregen sorgt dafür, dass die Temperatur bei den Knospen nicht unter 0 Grad fällt. Obstbauern nutzen diese „Kristalisierungswärme“ durch Wasserversprühen bei Frost, um neue Triebe und Blüten zu schützen. Tja, von der Natur kann man lernen!