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Voll die Beute?

Das habe ich noch nie gesehen: Eine Kreuzspinnen erbeutet eine Grüne Stinkwanze. Ich dachte immer, dass diese Wanzen bei uns keine Feinde haben. Vielleicht hat die Spinne ja Geschmacksverirrung? 


Es gibt eine australische Raubwanzen, die so das Netz vibrieren lässt, als sei sie ein Opfer. Wenn die Spinne dann kommt, wird sie gefressen. 


Nun weiß ich nicht, ob die heimische Kreuzspinne dieses gut verschnürte Lunchpaket jemals verspeist hat. Wenn ja, dann hat die Gemeine Stinkwanze nun doch einen Feind. Wohl bekomm’s! 

Vorsicht! Drama! Nicht weiterlesen!

Dass er schon bald tot sein würde, davon ahnte er nichts, als er die Klingelschnur betätigte. Er konnte schon ihren unwiderstehlichen betörenden Duft wahrnehmen. Trotzdem fühlte er sich befangen. Und auch gefangen wie in einem Netz. Als sie dann zueinander fanden, war ihr Liebesspiel heftig. Heftig, aber kurz. Kurz wie auch sein weiteres Leben. Warum sie ihn tötete? Wer weiß das schon. 


Aus dem kurzen Leben eines Kreuzspinnen-Männchen. Ehrlich so passiert. (Ein Danke an Jack für das Foto)

Hundsgemein

Mit Hilfe der Färberkamille konnte man Textilien gelb färben. Finde ich schön. Dass die Pflanze aber auch Hundskamille heißt, finde ich hundsgemein! Viel schöner klingt der griechische Name: Anthemis tinctoria, das ist eine Kombination aus anthos (Blüte) und Artemis, der griech. Göttin der Jagd, der Wälder, der Frauen und Kinder. 

Artemis mochte keine Männer. Einer hat sie mal beim Baden beobachtet. Sie verwandelte ihn in einen Hirsch, den dann die eigenen Hunden zerrissen. Auch hundsgemein! 

Keine Angst?!

Warum es die Hornisse in einigen Bundesländern wieder von der Roten Liste geschafft hat, darüber sind die Gründe unklar. Freuen wir uns einfach.


Freuen können sich allerdings nur wenige. Denn Hornissen wirken bedrohlich. Aber wenn man dem Nest nicht zu nahe kommt, ist äußerst selten etwas von ihr zu befürchten. Am Kaffeetisch werden sie von ihr in Ruhe gelassen. Sollten allerdings gerade die Deutsche oder die Gemeine Wespe ihren Kuchen verspeisen, könnte die Hornisse diese als leichte Beute fangen, wegschleppen, zerlegen und ins Nest schleppen. Mahlzeit allerseits!

Dank an Jack Simon für das Bild. Er hat dieser Hornissenkönigin unerschrocken in die Augen gesehen (am 29. April).

Clevere Natur

“(F)Alter, was guckst mit Deinem Ochsenauge” möchte man zu dem Ochsenaugenfalter sagen. Ob das nun das Kleine oder das Große Ochsenauge ist, ich weiß es nicht. 

Spannend: Er macht oft im Sommer ein Monat Pause und ruht sich im Schatten aus. Da kann man sich mal ein Beispiel nehmen. 

Er mag die Klette. Ich hänge auch an der Klette, manchmal und ungewollt. Auch an einem Hund blieb die immer hängen. Sein Herrchen, ein schweizer Ingenieur, untersuchte die Kletten und erfand als zweiter (die Natur hatte ihn ja schon erfunden) den Klettverschluss. Und meldete es 1951 zum Patent an. Ganz schön schlau die Natur! Na, und die Schweizer :-)) 

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