Arbeitskreis Naturnahes Grün

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Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
Artenschutzprojekt der Lokalen AGENDA 21
- von Bürgern für Bürger

Das “Hohe C”?

Für mich war der C-Falter unverkennbar. Ich merkte mir einfach, das manche Flügel-Einschnitte an eine C- Form erinnerte. Haha! Jetzt weiß ich es besser! Ein weißes “C” prangt auf der Unterseite der Hinterflügel. Wie konnte ich das sehendes Auges übersehen?

Dieser Tagfalter überwintert. Seine Raupen ernähren sich hauptsächlich von der Großen Brennnessel, aber auch Salweide, Hasel, Ulme und Hopfen.

Auf dem Bild holt sich der Falter gerade Nektar von einer Kugeldistel. Deren lateinische Name lautet Echinops und bedeutet (See-)Igel. Passt (fasst). Ein schöner “Hingucker” für uns und ein attraktiver Futterplatz für Insekten!

Drama im NaSchau


Von KH Endres, frei nach Heinz Erhard

Hinter dieses Baumes Rinde wohnt die Made mit dem Kinde.

Eines Tags hat’s geklopft ganz eilig, Dem Kinde interessiert es freilich.

Mutter Made sprach, mach bloß nicht auf, nehm nicht in Kauf, 

Dass uns wer sieht! Doch was geschieht?

Das Kind, es hört mal wieder nich’, aus ‘nem Rindenloch es schlich,

Und das war schlecht, Denn schon kam der bunte Specht,

Und verschlang die kleine fade Made ohne Gnade. Schade.

Hinter dieses Baumes Rinde ruft die Made nach dem Kinde.

Braunschwarze Rossameise

Bild von Jack Simon

Wäre ich eine Ameise, gäbe es meine Art schon vor den Dinosauriern, ich würde zu den bestorganisierten und komplexen Organismen  der Welt gehören. Ich wäre Gärtner und Polizist, wäre Stratege, würde Kriege führen, würde Sklaven halten, ja das wäre ich als Ameise.

Ich hätte zwei Augen mit 400 Einzelaugen, und meistens drei Stirnaugen, mit denen ich UV- und polarisiertes Licht sehen könnte. Ich hätte “Antennen”, mit denen ich tasten, riechen und schmecken könnte. Ich hätte einen “sozialen Magen” in meinem Kropf, aus dem ich Essen für die Larven oder für die Kollegen herauszaubern könnte.

Na gut, vielleicht sollte ich mir das doch nicht vorstellen. Womöglich wirkt sich das auch auf’s Karma aus! Aber die Vorstellung, die Kraft einer Ameise zu haben, fasziniert. Bei meiner Körpergröße müsste ich, in Relation zur Ameise gesetzt, einen Elefanten heben können. Wobei Elefantenheben wenig gebraucht wird. Sähe aber vermutlich gut aus.

Der Modetrend 2020?

Schlank, gestreift wie ein Tiger angezogen, ist hier vom Modetrend 2020 die Rede? 

Apropos: Wenn mit dem Versand ein Animal-Print-Kleidungsstück kommt, schreit man dann vor Glück oder wie ein wildes Tier? Und wie beim Biene Maja Kostüm?

Nein, die Rede ist von der Hainschwebfliege. Sie ist eifriger Blütenbestäuber, als Larve frisst sie gar Blattläuse. Wie Wissenschaftler jetzt herausfanden, fliegen in Frühjahr Milliarden Schwebfliegen (trotz Brexit) nach Großbritannien. Ob die Hainschwebfliege beim Heimflug dann Heimschwebfliege heißt 😉?

Schwärmen für Nachtschwärmer

Bunte Bandeule (Bild von Jack Simon)

Wenn ich als Jugendlicher früh (morgens) nach Hause kam, sagte Muttern: Du Nachteule! Bis heute weiß ich nicht, meinte sie Eule oder Eule (den Vogel oder die Gruppe der Eulen unter den Faltern).

Die Bunte Bandeule ist, ähnlich wie viele Jugendliche, nachtaktiv. Sie wird erst gegen 23 Uhr aktiv. Tagsüber hängt sie so rum, ähnlich wie die Kids. Eulenfalter können Ultraschall empfangen. Hören sie Fledermäuse kommen, lassen sie sich im Flug blitzschnell fallen, um nicht gefressen zu werden.

Die Bunte Bandeule (Noctua fimbriata) ist eigentlich ein ganz schöner “Brummer” (Flügelspannweite bis 55 mm). Und sie ist noch häufig anzutreffen. Aber das halt nachts. Drum seh` ich den Eulenfalter kaum. Bin ja keine Nachteule mehr.