Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

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  • Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
  • Ein Artenschutzprojekt
  • von Bürgern für Bürger

Doppelt Glück?

Juhu! Ich habe wieder mal eine mir nicht bekannte Insektenart im Naturschaugarten entdeckt: den Vierzehntropfigen Marienkäfer! Ein Glücksfall, würde ich meinen, denn der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ja DER Glückskäfer schlechthin. Und mit einer einfachen WENN/DANN Formel muss dann logischerweise der Vierzehntropfige Marienkäfer doppelt so viel Glück bringen. Drum glaube ich, dass es an der Zeit ist, den Kleinen ganz groß rauszubringen!

Ein Rätsel für Sie. Sie bekommen bei der richtigen Antwort 14 Punkte von mir: Ist Ihnen am Käfer etwas aufgefallen? Richtig! Er hat (neben dem Sechzehnpunkt-Marienkäfer) als einziger weiße Punkte!

Entdeckt habe ich den kleinen Kerl im Haselnussstrauch. Der gefräßige Blattlaus- und Blattflöhe vertilgende Nützling ist zum Glück nicht selten. Drum freue ich mich auf ein mögliches Wiedersehen!

Führung mit Andacht Pfingstmontag 25.5.26 um 17 Uhr

Im Naturschaugarten Lindenmühle werden wir zusammen mit Churches for Future Mainz während einer Führung vieles von der Artenvielfalt im Naturschaugarten zeigen. Churches for Future wird mit Texten und Gebeten für Gottes Schöpfung danken.

 

Treffpunkt ist die Zisterne in der Anlage (beim Wildbienenhotel)

Anfahrt: https://www.mainz-naturnah.de/anfahrt/

The winner is …

Ich weiß nicht, wie ich ihm das beibringen soll. Diese Ehrung! Gartentier der Jahres! Das hätte sich das Eichhörnchen nicht träumen lassen. Sicher das sicher nicht!

Noch gestern hat es mich so fragend angesehen, aus dem Nistkasten auf meiner Veranda. Der Kasten war allerdings für Halbhöhlenbrüter. Das Eichhörnchen zählt sicher nicht dazu.

Lt. Sielmann-Stiftung hat der Preisträger 34% der Stimmen erhalten, deutlich vor der Blaumeise und dem Großen Abendsegler. Ich persönlich halte das Eichhörnchen allerdings für übergriffig. Es pflanzt mir von irgendwo hergeschleppte Nüsse in meinen Garten, verändert dadurch einfach ungefragt mein Pflanzkonzept. Und beobachtet mich von seiner Warte wie ein Spion. Ich meine auch missbilligende Blicke zu ernten, wenn die Marmelade mal ein bisschen dicker auf meinem Frühstücksbrot landet. Vielleicht rufe ich die Stiftung an, ob auf Grund dieser Tatsachen der Preis gerechtfertigt ist.

Ach was, ich lass das, ist ja auch meist ein süßes  Kerlchen!

Win-Win

Das Orientalische Zackenschötchen hat es leicht, sich zu vermehren. Mit bis zu 5000 Samen pro Pflanze erobert dieser Neophyt große Flächen für sich und verdrängt seltene einheimische Pflanzenarten.

Schön sehen die gelben Blüten ja aus, leuchten wie Raps. Die Pflanze ist auch nicht giftig, aber sie schafft es, selbst auf artenreichen Flächen einen extremen Artenschwund zu erzeugen.

Zackenschoten am Weg

Dass es auch anders geht, zeigen alljährlich ehrenamtlich Aktive vom BUND und von der Nachhaltigkeitsinitiative Mainz Bretzenheim zur Blütezeit der Zackenschote: Sie entfernen diese Art aus dem Wildgrabental mit Erfolg. Und verfüttern sie an Ziegen, denen das sichtlich schmeckt.

Hat viel Spaß und Sinn gemacht, meinen auch zwei von unserem Arbeitskreis Naturnahes Grün. Na dann auch gerne wieder im nächsten Jahr.

Noch ein Frühblüher

Märchenhaft! Gab es nicht auch ein Märchen dazu: Die Prinzessin auf der Frühlings-Platterbse? Oder ging die Geschichte anders(en)?

Egal! Auf jeden Fall schafft die Pflanze viel Freude beim Betrachter. Und noch mehr bei den Insekten. 62, sage und schreibe zweiundsechzig Wildbienenarten holen sich bei dem Frühblüher Nektar und Pollen.

Nicht leicht ist es, an die Nahrung zu kommen. Das schaffen nur kräftige Insekten. Die Dunkle Erdhummel hilft sich mit einem Trick: Sie knabbert die Blüten seitlich auf! Clever!

Die Pflanze mag es halbschattig, wird bis 40 cm hoch und blüht von April bis Mai. Diese zarte Pflanze ist robust, ihre Wurzeln schaffen es bis 1m in die Tiefe. Und sie ist mehrjährig.