Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

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  • Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
  • Ein Artenschutzprojekt
  • von Bürgern für Bürger

Aktiv im Schaugarten – geht das so zu?

Verständlicherweise braucht sogar ein Naturgarten wie unser Naturschaugarten auch ein paarmal im Jahr etwas an Pflege. Das nennt sich dann „Aktiv im Garten“. Am 24. Juli 2026 war es wieder mal soweit. Aber was geschah? Das Frühstück im Schaugarten, als Vorbereitung für den Arbeitseinsatz gedacht, artete aus! Kulinarisches ohne Ende verhinderten erst einmal jegliche Aktivitäten (sofern man genussvolle Nahrungsaufnahme nicht dazu zählt). Aber die Laune und die Lust auf den Arbeitseinsatz war auf dem Höhepunkt.
Dass dann wirklich noch effektiv und mit Freude gearbeitet wurde, das soll das Bild hier unten beweisen.
Oder Sie kommen am 28. August um 9:30 bis 15:30 Uhr im Schaugarten vorbei und erleben „Aktiv im Garten“ einfach mal mit!Aktiv Jul.2026
 
Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns gerne vorher an naturnah@email.de

Himmlisch „Himmelblau“

Pfefferminze ist gesund. Das Menthol der Heil- und Gewürzpflanze wirkt gegen Krämpfe und Entzündungen. Sie soll sogar schmerzstillende Wirkung haben.

Das alles scheint der Himmelblaue Blattkäfer zu wissen. Zusammen mit anderen „Himmelblauen“ hat er dank ordentlicher Zufuhr von Minzeblättern eine hervorragende Prophylaxe betrieben. Und so nebenbei den kleinen Minzebestand des Freundes beständig verkleinert. Das nahm der aber als Naturliebhaber gelassen.

Die Pfefferminze in meinem Garten blieb verschont. Vielleicht haben Meisen fleißig gearbeitet. Würden diese Käfer überhand nehmen, könnte man Seifenlauge versprühen. Dann schmeckt auch die Minze noch interessanter! 😉

Wenn freundliche Naturfreunde sich freuen!

Zugegeben: Die Mainzer Naturfreunde sind Wiederholungstäter. Vor ein paar Jahren gab es für sie schon einmal eine Führung. Und da wollte man vermutlich die Eindrücke vom Schaugarten erneuern.

Das scheint geglückt zu sein, denn die Gruppe lauschte unseren Ausführungen und stellte interessierte Fragen. Julia Hellwig, Diplombiologin und Naturgarten-Planerin, machte es zudem leicht, mit ihrer Begeisterung und ihren Fachwissen, keine Erschöpfungszeichen aufkommen zu lassen. Trotz heißer Temperaturen! Dazu mein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön!

Wie eine Spitzmaus?

Das könnte der Kräftige Stockrosen-Spitzmaus-Rüssler sein. Aber man soll bei der Bestimmung von so kleinen Tieren (1-4 mm) nicht zu kleinlich sein. Kleinlich war man ja auch nicht bei seinem Namen. Der ist allerdings ausbaufähig, z.B. zu: „Kräftiger aber zu klein geratener Stockrosen-Spitzmaus-Rüsselkäfer“.

Es sind weltweit 62 000 Rüsselkäferarten beschrieben, aber ganz sicher gibt es mehr. In Dtl. gibt es 1172 Arten. Würde ich eine neue Art entdecken, würde ich sie „Elephantidae minimus“ nennen, da sie auch über einen Rüssel verfügt.

Die Weibchen haben meist größere Rüssel wie die Männchen. Letztere haben dafür größere Augen. Erklären kam ich das nicht, außer mit einer erfundenen Theorie. 🤐

Einige der Arten können nicht mehr fliegen. Vielleicht sind sie wegen des Rüssels zu vorderlastig? 😄 Oft sind die Käfer schwarz, sehr viele metallisch blau, manche rot oder gelb, selten gar violett.

Sorry, ich höre auf, das wird mir jetzt zu bunt!