Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied im Kompetenz-Zentrum Biodiversität

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Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
Artenschutzprojekt der Lokalen AGENDA 21
- von Bürgern für Bürger

Honigbiene

Winterschlaf? Nein, nein, wenn der Frost einsetzt, rücken die Bienen zusammen und bilden eine „Traube“, in der Mitte die Königin, die sicher die angenehmste Temperatur hat. Dafür ist sie ja auch Königin, das gehört sich so. Die Bienen um sie herum wechseln immer mal die Position, sodass sie mal außen, mal innen sitzen. Finde ich gerecht. Verrückt: Sie gehen einige Monate nicht auf die Toilette! Respekt! So bleibt es picksauber im Stock. Die Winterbienen leben übrigens viel länger als die Sommerbienen.

Und was macht die Königin im Winter? Nichts, nada, niente! Sie legt auch keine Eier, die Puppen würden den Winter nicht überstehen. Erst ab Februar wird die Königin wieder aktiv und legt Eier, damit im Frühjahr rechtzeitig die Arbeiterinnen schlüpfen.

Feldlerche, Vogel des Jahres 2019

Im Winter ist sie in Südwesteuropa,  Mittelmeerraum, Afrika oder Vorderasien. Ist sie aus Gegenden, die schneefrei bleiben, so bleibt sie oder wandert nur kurz. Ab Mitte April baut das Weibchen das Nest in einer selbstgescharrten Mulde. Seit den 70er Jahren haben die Bestände in Deutschland um 50 – 90 % abgenommen. Hauptgrund ist die intensive Landwirtschaft. Ein Frühling ohne das Zwitschern der Feldlerche ist mir kaum vorstellbar. Sie und andere Bodenbrüter würden von “Lerchenfenstern” profitieren (kurze Streifen, die nicht besät werden). Was können Sie tun? Z.B. eine Petition unterschreiben.

Die Mönchsgrasmücke

Über Winter ist ein Großteil der Mönchsgrasmücken in Großbritannien. Wie? Was? Trotz Brexit? Und hatten diese Vögel nicht immer ihre Winterquartiere in Spanien und Nordafrika? Richtig! Aber durch den Klimawandel hat die Mönchsgrasmücke erstaunlicherweise innerhalb weniger Generationen neue Flugrouten und Winterquartiere geschafft (bzw. schaffen müssen). Der Grund: Die Wintertemperaturen sind in Großbritannien jetzt milder und Überwinterung ist möglich (Quelle NABU).

Was macht denn jetzt der Fotograf im Winter?

Die meisten Menschen sind ja Schön-Wetter-Hobby-Fotografen, auch “Knipser” genannt. Da zähle ich mich auch dazu. Obwohl – ich versuche mich auch mal bei “anderem” Wetter damit, Motive zu finden, festzuhalten. Auch mal nach einer eisigen Nacht die Natur zu beobachten, zu sehen, wie Raureif oder Eiskristalle Pflanzen verzaubern. Versuchen Sie es doch auch einmal! Dafür bietet sich auch der Naturschaugarten an. Und wenn Sie möchten, schenken Sie uns doch ein paar Ihrer Wintermotive. Vorab unseren Dank!

der Zitronenfalter?

Während der Distelfalter fast ausnahmslos dem Winter in den Süden entflohen ist, bleiben C-Falter und Tagpfauenaugen einfach hier und überwintern in frostsicheren Verstecken. Der Zitronenfalter ist besonders abgebrüht ähm winterhart. Er hält in seinem Winterschlaf selbst 20 Grad minus aus. Denn er hat in seinem Blut einen Frostschutz (Glyzerin). Wenn Sie also einen Falter im Winter im Efeu hängen sehen: Keine Sorge, der wird im Frühjahr wieder munter. Mehr dazu https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/schmetterlinge/tagfalter/04431.html