Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied im Kompetenz-Zentrum Biodiversität

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Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
Artenschutzprojekt der Lokalen AGENDA 21
- von Bürgern für Bürger

“Fast Unkaputtbar”

Sie haben keinen “grünen Daumen”? Vergessen Ihre Pflanzen zu gießen, haben keine Lust auf Gartenarbeit, haben vielleicht nur eine Terrasse? Dann ist das die ideale Pflanze für Sie! Der lat. Name verrät schon alles: Sempervivum = immerlebend. Der Dach-Hauswurz braucht nur etwas mageren Boden und eine Stelle ohne Staunässe. 
 
Der dekorativen Pflanze werden auch Heil- und Zauberkräfte zugeschrieben. U. a. empfahl Hildegard von Bingen Männern das Essen der Blätter, wenn’s nicht mehr so klappt und dann da was wegklappt. Aber keine Sorge! Wenn die Pflanze bei Ihnen wächst, wird niemand denken, da hätte jemand Potenzprobleme. Was eine Äbtissin vor ca. 900 Jahren behauptete, weiß eh keiner mehr. 😉 

Gedicht für eine Raupe

Raupen glauben solche Dinge: Die Zukunft als Schmetterlinge gelinge, auch wenn man schwere quere Wege quere. Das ist sooo naiv, geht auch meistens schief, aber trotzdem glauben das auf jeden Falle irgendwie fast alle. 
 
Ich glaube, auch diese Raupe vom Nachtpfauenauge, dem Kleinen, schien dies zu meinen. Ich fand’s zum Weinen und sagte ihr, dass ich das anderes sehe und trug sie fort zur nächsten Schlehe, die ihre Lieblingsspeise ist und warnte:  „Auf dass Du’s niemals vergisst, das Straßen nur was für Autos und Raupenfahrzeuge ist!“

GEDICHT ÜBER JOHANNISKRAUT UND SCHACHBRETTFALTER (DAMENBRETT) 

Ich kann mein Schachbrett falten, so bleibt es gut erhalten. Doch bin ich, bittesehr, ich versteh’s nicht mehr im Alter, vielleicht ein Schachbrettfalter
 
Mit meinem Damenbrett, das ist nett, kam ich auch Dame spielen, was einfach viel zu vielen anrüchig scheint (und das ist noch gut gemeint!) Was sagt Euch dieser Vers? Bin ich pervers? 
 
Ich hab’ mich in Johannes Braut total und ordentlich verschaut, doch war’s auf Sand gebaut, sie war mit ihm getraut. So war das Glück mir wohl versaut, deprimiert nehm’ ich Johanniskraut

Kamasutra?

Das tierische Kamasutra zeigt hier eine abenteuerliche Nummer: das Paarungsrad. Ratlos stehen wir davor. Was hat sich die Natur da wieder einfallen lassen? War das einfältig oder genial? Die sich liebenden Libellen machen dazu, wie herzig, eine Herzform. Auf jeden Fall funktioniert diese Art der Fortpflanzung, auch wenn ich schon Einfacheres erlebt habe. 
 
Die Große Heidelibelle ist wunderschön und Gott sei Dank (noch) nicht gefährdet. Das Männchen wird, wenn es altert, rot. Abenteuerlich ist auch der Tandemflug des Paares, direkt nach der Paarung, wenn die Eier abgelegt werden. Abgelegt ist untertrieben. Abgeworfen werden sie! Nee nee, macht man sowas? 

Nur mit Maske?

Seit Corona hört man immer wieder: „Nur mit Maske”. Die Maskenbienen beherzigen das schon länger, bei Männchen ist meist das ganze Gesicht weiß- oder gelblich “gekleidet”, bei den Weibchen sind nur Punkte oder Streiche, wenn überhaupt. 
 
Diese Art nennt man auch Hylaeus, was eigentlich der Name eines Kentauren war, eine Figur aus griechischen Mythen, halb Mensch, halb Pferd. Wer weiß, was den Namensgeber da geritten hat!
Gott sei Dank ist diese kleine feine Wildbiene nicht wählerisch und isst alles an Pollen und Nektar, was gerade so im Angebot ist. Auch als Wohnung für den Nachwuchs ist sie nicht wählerisch, nimmt alles: verlassene Nester anderer Wildbienen, Hohlräume im Totholz, Pflanzenstängeln, Erdlöcher, … Aber das kennt man ja selbst, da kann man nicht so wählerisch sein (alles außer Erdloch 😉).