Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied im Kompetenz-Zentrum Biodiversität

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Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
Artenschutzprojekt der Lokalen AGENDA 21
- von Bürgern für Bürger

Fleißig, fleißig!

In der Nähe des Naturschaugarten hat der Imker Daniel Blank seit einiger Zeit zwei Bienenvölker hingestellt. Natürlich wissen die Bienen, wo es guten Nektar gibt. Nämlich: in unserem Naturgarten! Innerhalb von 10 Wochen schafften die Bienen sage und schreibe 17,5 kg Honig. Diesen Honig muss ich probieren. Ich will wissen, wie unser Naturschaugarten schmeckt!

Warum Lindenmühle?

Wir hatten bislang erklärt, warum der Naturschaugarten Lindenmühle auch “NaSchau!” heißt. Wir finden: ein gelungenes Wortspiel. Könnte ja auch gleichzeitig  bedeuten: “Na schau doch mal rein!”

Aber warum Lindenmühle? Das konnte uns Herr Dr. Erich Zehnder bravourös erklären. Er ist ja auch aktiv beim Verein für Heimatgeschichte Bretzenheim-Zahlbach. Er schickte uns auch die Kopie einer Postkarte. Herzlichen Dank!

Also: In unmittelbarer Nähe zum heutigen Naturschaugarten stand damals eine schöne “Weinwirtschaft zur Lindenmühle mit Kegelbahn und Bier vom Fass”. So steht es auf der Karte. Und daneben war eine nicht weniger schöne Gartenwirtschaft, beschattet von einer Linde. Gelinde gesagt: Einfach toll, wie das 1898 aussah!

Tisch im Garten

Sie finden einen Ansprechpartner unseres Arbeitskreises im Naturschaugarten. Vielleicht sitzt der an einem Tisch und genießt den Schaugarten, vielleicht ist er irgendetwas am Werkeln. Wir sind uns sicher, Sie entdecken ihn. Sie oder er steht Ihnen für Fragen zur Verfügung. Das geht auch in Corona-Zeiten. Mit Abstand und Anstand. Lieben Gruß!

Weitere Termine für Tisch im Garten 2021:

  • Fr. 13. August, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 10. September, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 8. Oktober, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 12. November, 15 – 17:30 Uh

Schwärmen für Schwärmer

Ich schwärme für Schwärmer, und der Lindenschwärmer ist mein Schwarm! Er ist zwar nicht groß, aber er hat die schönste Flügelform und seine Farben reichen von fuchsrot, braun, grau, gelb bis grün.
Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich, auf dem Bild ist vermutlich ein Weibchen zu sehen.
 
Wenn die beiden, na, Sie wissen schon … dann aber ausgiebig: bis zu 20 Stunden! Ui, ui, ui! Und das alles auf nüchternem Magen, denn als Falter nehmen sie keine Nahrung mehr auf. Danach fliegt das Männchen bei Sonnenuntergang davon, das Weibchen kurz nach Sonnenuntergang, das beginnt dann mit der Eiablage. Ob man von Luft und Liebe leben kann? Ein wenig scheint das zu funktionieren.

Was wächst da?

Was für ein abenteuerlicher Name: Bittersüßer Nachtschatten. Oft sieht man zur gleichen Zeit reife und unreife Früchte, manchmal gar gleichzeitig mit den Blüten. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Bestäubt wird die Pflanze durch Insekten, sie kann sich aber auch selbst bestäuben. 


Bittersüßer Nachtschatten, das klingt so schön. Wobei es auch seltsame Namen dafür gibt: Alpranke, Mäuseholz, Saurebe und Wilder Stickwurz. Auf jeden Fall klingt Bittersüßer Nachtschatten nicht nach ungestraftem Genuss. Tatsächlich enthält die Pflanze mehrere giftige Stoffe. Wenn Sie die Pflanze irgendwo entdecken, dann lieber nur bewundern.

Früher schrieb man der Nachtschattenpflanze zu, dass sie Schrecken und Ängste der Nacht nehmen könnte. Da die Gifte aber ähnlich wie ein Narkotikum wirken, endete das sicher öfter mal fatal und final.