Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied im Kompetenz-Zentrum Biodiversität

Unser Logo
Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
Artenschutzprojekt der Lokalen AGENDA 21
- von Bürgern für Bürger

Ups!

Manchmal zieht Günter Dorn mit seinen Schafen in den Schaugarten für ein Stündchen (was nichts mit Schäferstündchen zu tun hat). Herr Dorn achtet dabei darauf, dass die Schafe nicht in die Beete gehen. Sollte ein schwarzes Schaf das tun, würde er ihm wohl die Hammelbeine langziehen. Und würde das Schaf dann belämmert drein schau’n und sich als Unschuldslamm ausgeben, vielleicht bekennen, dass es einen Bock geschossen habe, dann würde Herr Dorn es nicht zum Sündenbock machen. Er ist halt ein guter Schäfer. 

Ich wollte schon immer mal seine Schafe zählen, aber ich werde dabei immer so müde. 

Vogel des Jahres 2021

Herzlichen Glückwunsch, liebes Rotkehlchen!

Ich möchte das auch. Nein, kein rotes Brustgefieder. Nein, ich möchte auch nicht so verschieden singen können wie Du. Ich möchte bitte so bald wie möglich das Magnetfeld sehen können! Bitte! Du und andere Zugvögel können`s doch auch! Wie Ihr das könnt? Ich weiß es nicht. Viele Tiere können doch sogar UV-Licht sehen. 
Aber wie kannst Du das Magnetfeld sehen? Nach neueren Studien liegt es an Proteinen (Cry4) in deinen Augen, welche Rezeptoren für das blaue Licht brauchen. Also her mit dem Protein. Und ab damit ins Auge. Hoffentlich “geht das nicht ins Auge”!

Was wächst da?

Na schau mal in den NaSchau! Wie schön die Wildart der Osterglocken blühen. Aber bitte nicht diese wilde Art pflücken, da werd’ ich wild. (Das ist aber sonst nicht meine Art.) Die Narcissus pseudonarcissus ist streng geschützt. Ich hoff`, es nützt. 


Diese Narzisse hat einen genialen Trick: Ist die Zwiebel zu flach eingepflanzt, zieht sie sich mit Zugwurzeln tiefer. 


Die Osterglocke steht als Symbol des ewigen Lebens. Wer aber die Zwiebeln verzehrt, der riskiert das aktuelle Leben. Drum ein kleiner Tipp: Die Zwiebeln der Osterglocken nie neben Speisezwiebeln lagern. Andererseits: Sind wir doch ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich (lt. Erich Kästner). 

Was wächst da?

Sie kündigen den Vorfrühling an, die schönen Schneeglöckchen. Und wahrscheinlich sind sie auch schön giftig. Wenn auch nicht für Insekten. Für die sind sie oft die erste Nahrungsquelle. Schnee macht der Pflanze kaum etwas aus, denn sie kann sich mit einer Art Frostschutzmittel gegen die Kälte schützen. 

Genial ist, wie die Pflanze sich verbreitet: An die Samen ist ein Nährkörper angewachsen, den Ameisen gerne verzehren und dann die Samen oft auf dem Weg zum Bau vergessen. Das verwundert ein wenig, da ein giftiges Alkaloid der Pflanze gegen Alzheimer und Demenz verwendet wird. Aber das kennt man ja: Mit vollem Bauch denkt es sich schlecht!


(Das Bild ist von Max Thierbach, 12 Jahre. Danke.)

Was wächst da?

Schön ist die Wilde Malve alias Käsepappel alias Rosspappel. Bevor ich weiter rumbabbele: Das hat nichts mit der Pappel zu tun, “sondern bezieht sich auf die käselaibförmigen, schleimhaltigen Früchte, aus denen früher Kinderbrei (Papp) zubereitet wurde” (lt. Wikip.). Klingt ja nicht so appetitlich, da fühle ich mich gleich “pappsatt”! 


Diese Malve gehört zu den schon in der Antike genutzten Pflanzen, z.b. u.a. als Gemüse, Heilpflanze gegen Husten und Stiche von Insekten. Sie wurde viel in Klöstern angebaut. 


Warum sie auch “Pissblume” genannt wird? Vielleicht kommt das vom Aberglauben, mit ihr einen “Fruchtbarkeitstest” machen zu können. Man goss den Urin einer Frau über die Malve, war die Malve nach drei Tagen nicht verdorrt, konnte man mit Kindern rechnen. Achtung: Das erklärt nicht den Anbau in Klöstern! Das war eine Anordnung von Karl dem Großen!