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1. April: Tisch im Garten

Ok, zugegeben. Das Bild ist ein Aprilscherz. Ab auch wiederum nicht ganz. Soviel Schnee war nicht, aber doch etwas Schneetreiben. Eigentlich sollte heute unser Tisch im Garten stattfinden, mit heißem Tee und Kaffee, stattdessen gab es zusätzlich für die wenigen Anwesenden kalte Hände und Füße. Aber wir sind ja nicht aus Zucker! 

Zum nächsten Tisch im Garten am 6. Mai (15 – 17:30) sieht es bestimmt so aus:

Tisch im Garten

Ein Rätsel

Manches Geheimnis erschließt sich mir erst spät. Das Bild stammt von 2016. Erst Jahre danach verstehe ich, was das war: die Nester des Eichen-Zangenbocks. In geschädigten oder gefällten Eichen hatten sich unter der Rinde dessen Larven kurz vor der Verpuppung aus grob genagten Spänen eine “Puppenwiege”, so nennt sich das, gebaut und sich dort zu fertigen Käfern verpuppt. Und dann das erste Mal Tageslicht gesehen. Danach aber ist das Leben der Käfer nur kurz: noch etwas Blüten und Pollen verzehren, fortpflanzen, Eier in Holzritzen ablegen und sterben. Wenn ich das nächste Mal so etwas entdecke, weiß ich um das ganze Glück und Drama des Zangenbocks.

Eichengalläpfel

Wenn ich Ihnen von meinen Absichten erzähle, ich würde in das Geäst eines Baumes beißen und dann würde da ein Baumhaus für meine Kids wachsen, dann machen Sie sich sicher Sorgen um meinen mentalen Zustand. Aber warum eigentlich? Ich würde doch nur tun, was andere Lebensformen auch tun. Gallwespen tun’s, Fliegen, Läuse, Milben, sogar Pilze tun es, sie verursachen einen kleinen Schaden an der Pflanze und dann wächst ein Gallapfel oder Ähnliches heran, das als Kinderstube für den Nachwuchs dient. Diese Schmarotzer (schlimmes Wort)! Das ist der Grund, warum ich nicht in’s Geäst beiße. Wer möchte schon so tituliert werden!

Gedicht für eine Raupe

Raupen glauben solche Dinge: Die Zukunft als Schmetterlinge gelinge, auch wenn man schwere quere Wege quere. Das ist sooo naiv, geht auch meistens schief, aber trotzdem glauben das auf jeden Falle irgendwie fast alle. 
 
Ich glaube, auch diese Raupe vom Nachtpfauenauge, dem Kleinen, schien dies zu meinen. Ich fand’s zum Weinen und sagte ihr, dass ich das anderes sehe und trug sie fort zur nächsten Schlehe, die ihre Lieblingsspeise ist und warnte:  „Auf dass Du’s niemals vergisst, das Straßen nur was für Autos und Raupenfahrzeuge ist!“

Kamasutra?

Das tierische Kamasutra zeigt hier eine abenteuerliche Nummer: das Paarungsrad. Ratlos stehen wir davor. Was hat sich die Natur da wieder einfallen lassen? War das einfältig oder genial? Die sich liebenden Libellen machen dazu, wie herzig, eine Herzform. Auf jeden Fall funktioniert diese Art der Fortpflanzung, auch wenn ich schon Einfacheres erlebt habe. 
 
Die Große Heidelibelle ist wunderschön und Gott sei Dank (noch) nicht gefährdet. Das Männchen wird, wenn es altert, rot. Abenteuerlich ist auch der Tandemflug des Paares, direkt nach der Paarung, wenn die Eier abgelegt werden. Abgelegt ist untertrieben. Abgeworfen werden sie! Nee nee, macht man sowas?