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Drama im NaSchau


Von KH Endres, frei nach Heinz Erhard

Hinter dieses Baumes Rinde wohnt die Made mit dem Kinde.

Eines Tags hat’s geklopft ganz eilig, Dem Kinde interessiert es freilich.

Mutter Made sprach, mach bloß nicht auf, nehm nicht in Kauf, 

Dass uns wer sieht! Doch was geschieht?

Das Kind, es hört mal wieder nich’, aus ‘nem Rindenloch es schlich,

Und das war schlecht, Denn schon kam der bunte Specht,

Und verschlang die kleine fade Made ohne Gnade. Schade.

Hinter dieses Baumes Rinde ruft die Made nach dem Kinde.

Der Modetrend 2020?

Schlank, gestreift wie ein Tiger angezogen, ist hier vom Modetrend 2020 die Rede? 

Apropos: Wenn mit dem Versand ein Animal-Print-Kleidungsstück kommt, schreit man dann vor Glück oder wie ein wildes Tier? Und wie beim Biene Maja Kostüm?

Nein, die Rede ist von der Hainschwebfliege. Sie ist eifriger Blütenbestäuber, als Larve frisst sie gar Blattläuse. Wie Wissenschaftler jetzt herausfanden, fliegen in Frühjahr Milliarden Schwebfliegen (trotz Brexit) nach Großbritannien. Ob die Hainschwebfliege beim Heimflug dann Heimschwebfliege heißt 😉?

Sei (k)ein Dickkopf!

Bestimmt hab’ ich nichts mit diesem Falter zu tun. Und trotzdem spricht man mich manchmal (fast) so an. “Jetzt sei doch kein Dickkopf, Alter!” Zugegeben, das klingt doch fast wie Dickkopffalter.

Dieser Falter hat auch einen Dickkopf, real und sprichwörtlich. “Sei kein Dickkopf! Sei vorsichtig wegen der Spinnen!”, sagte die Faltermutter. Aber wer hört schon auf Muttern! Und so landete er direkt neben der Gefahr. Haben Sie die Spinne entdeckt? Nein? Der Falter auch nicht.

Lecker lecken?

Die Ackerhummel landete auf meinem Handrücken und begann dort ausgiebig zu lecken. Hehe, was soll das? 


Wenn ein Hund einem die Hände leckt, dann will er damit Zuneigung ausdrücken. War, so gesehen, der historische Handkuss eine Variante dieser “Leckerei”? Aber zurück zur Wildbiene: Wollte sie mir Zuneigung bekunden? In Unkenntnis über die Umgangsformen mit Wildbienen ließ ich mir das einfach mal gefallen.


Ich war verschwitzt. Und ich vermute, dass der Wildbiene nach Salzigem zumute war. Sie kennen das doch auch, abends vor’m Fernseher braucht es salzige Chips. Stimmt’s? Na also!

Nomen est omen?

Bild von Jack Simon

Wie kann man denn Weichkäfer und gleichzeitig Soldatenkäfer heißen? Klingt wie verweichlicht UND knallhart. Ich fragte das Insekt drum einfach persönlich: “He little beetle, do you wanna be a gentle civilian or a combative soldier?” Da es aber ein rheinhessisches Insekt war, war die Antwort: “Komm, geh’ fort, los mär bloß mei Ruh!”

Wenn man so spricht, spricht das vielleicht für die pazifistische Variante. Aber weit gefehlt, der Gemeine Weichkäfer jagt kleine Insekten. Auch schon als Larve. Also nicht gerade ghandhimäßig! Allerdings: Ganz selten hat er ‘nen Veggieday und da isst er auch mal junge Pflanzentriebe.

Was ist denn der wirklichen Grund für den Namen Soldatenkäfer? Wer es weiß, der bekommt ein Fleißbildchen!