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Warum heißt eigentlich …

der Blutweiderich Blutweiderich?

Hat der was mit Blut zu tun? Nun: Carl von Linné, schwedischer Naturforscher, *1707, erinnerte die Blütenfarbe an das Blut der Purpurschnecke (griech. = lythron). „Blut-” bezieht sich also auf die bläulich purpurrote Farbe der Blüten. Und Weiderich? Da vermute die Weide ich! Richtich! „Weiderich” leitet sich von Weiden ab, deren Laubblätter ähnlich aussehen (salicaria  von lat. salix, salicis = Weide).

Eine wunderschöne Pflanze, heimisch, ausdauernd! Sie hat viel Nektar für Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Und ist Futterpflanze für die Raupen der Nachtpfauenaugen. Blütenbesucher sind vor allem Schwebfliegen, aber auch Bienen und Schmetterlinge. Blutweiderich ist ein besonders guter Nektarspender. Auch ist er eine wichtige Futterpflanze für die Raupen aus der Nachtpfauenaugen. Der Blutweiderich mag es feucht und wächst natürlich auch bei uns am Teich.

Früher, ja früher, da wurde die Pflanze noch für vielerlei genutzt, wenn es auch auch immer nicht genutzt hat: zur Behandlung von Hauterkrankheiten, gegen Ruhr und andere Durchfallerkankungen, und und und. Spannend: die Gerbstoffe nutzte man gar zum Gerben von Leder.

Meine Bewertung: 6 von 5 Punkten 🙂

Wieso heißt eigentlich …

die Ochsenzunge Ochsenzunge?

Weil die Blätter wie eine Ochsenzungen aussehen? Finde ich ja eigentlich wirklich nicht! Aber gut!

Aber haben Sie gewusst: dass sie früher Zierpflanze war*, dass Pflanzenteile zum Gelbfärben genutzt wurden, dass sie Fliegen und Ameisen den Zutritt zum Nektar verwehrt, dass sie als Brechmittel genutzt wurde, dass sie ausdauernd und Wärme- und Trockenheitsanzeiger ist, dass zwei Eulenfalterraupenarten von ihr abhängig sind?

Ich mag die pflanzliche Ochsenzunge. Aber essen würde ich weder die Pflanze noch die tierische Ochsenzunge**.

* Die Pflanze hat Giftstoffe. **Ich esse doch nichts, was bei anderen schon im Mund war!

Wieso heißt eigentlich …

das Seifenkraut Seifenkraut?

Na, das liegt jetzt nahe! Sie haben es erraten. Sein botanischer Name verrät es auch: Saponaria. Sapo bedeutet Seife. Und dieses Nelkengewächs enthält viel Saponine. Aus Blüten, Stängel und Wurzel kann man einen Auszug gewinnen, der einen reinigenden Schaum im Wasser bildet, und so früher als Waschmittel diente. Richtige Seife* ist allerdings besser, insbesondere, da die Pflanze eine allergische Reaktion auslösen kann.

Aber ist das hier abgebildete Kriechende Seifenkraut nicht wunderschön? Die Pflanze ist ausdauernd, ein toller Bodendecker, sehr auch auf und an Mauern geeignet. Sie mag es also trocken bis sehr trocken und sonnig und blüht üppig von Juli bis September. Nicht nur ich mag sie, auch viele Insekten. Natürlich ist kein Winterschutz nötig, ist ja schließlich heimisch!!!

* Es soll mal früher jemanden gegeben haben, der sich nicht gerne wusch, und der gesagt hat: “Mir graut vor Seife aus Seifenkraut!”**

** Das war ein Scherz!

Mainz liest bunt – Kleine und große Reisen durch große Natur

Abenteuer, Lagerfeuerromantik, Natur, Unterhaltung, alles zusammen gab es am 16. November 2019 im Naturschaugarten! Beim Knacken des brennenden Holzes am Lagerfeuer lauschte man, in Decken eingemummelt, Geschichten. Geschichten von kleinen Abenteuern in der großen Natur. Gedanklich folgte man einer gruselig-schönen Führung zur wilden Natur im Schaugarten, mit einem Tee in der Hand, das Gesicht vom Feuer gewärmt. Szenisch lasen Rosemarie Schoeneseiffen und Karlheinz Endres.

Und dann folgte eine große Reise in die Natur: Der heute 21jährige Mainzer Joshi Nichell war von 2016 bis 2018 per Anhalter unterwegs von Mainz nach Feuerland (an der Südspitze Südamerikas) und las darüber aus seinem Buch “Volles Glück voraus”, das im Januar erscheint.

Ein gelungener Abend, den man mit Marshmallows, über dem Feuer gegrillt, beschloss.

Joshi auf Tour, seine Erlebnisse wird man lesen können im Buch “Volles Glück voraus!”

Danke, Johannes

Wir möchten allen Angehörigen, insbesondere Photini Kim-Nothhaas, der Familie Kim und all seinen Gemeindemitgliedern unser Beileid bekunden. Johannes hat den Naturschaugarten tatkräftig unterstützt. Die kleine Anlage liegt ganz in der Nähe seiner Wohnung. Gerne denken wir an unsere gemeinsame Arbeit und wie er bei der Einweihung des Schaugartens die Anlage mit Schwung und Elan segnete (s.Bild). Danke Johannes!