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Mainz liest bunt – Kleine und große Reisen durch große Natur

Abenteuer, Lagerfeuerromantik, Natur, Unterhaltung, alles zusammen gab es am 16. November 2019 im Naturschaugarten! Beim Knacken des brennenden Holzes am Lagerfeuer lauschte man, in Decken eingemummelt, Geschichten. Geschichten von kleinen Abenteuern in der großen Natur. Gedanklich folgte man einer gruselig-schönen Führung zur wilden Natur im Schaugarten, mit einem Tee in der Hand, das Gesicht vom Feuer gewärmt. Szenisch lasen Rosemarie Schoeneseiffen und Karlheinz Endres.

Und dann folgte eine große Reise in die Natur: Der heute 21jährige Mainzer Joshi Nichell war von 2016 bis 2018 per Anhalter unterwegs von Mainz nach Feuerland (an der Südspitze Südamerikas) und las darüber aus seinem Buch “Volles Glück voraus”, das im Januar erscheint.

Ein gelungener Abend, den man mit Marshmallows, über dem Feuer gegrillt, beschloss.

Joshi auf Tour, seine Erlebnisse wird man lesen können im Buch “Volles Glück voraus!”

Danke, Johannes

Wir möchten allen Angehörigen, insbesondere Photini Kim-Nothhaas, der Familie Kim und all seinen Gemeindemitgliedern unser Beileid bekunden. Johannes hat den Naturschaugarten tatkräftig unterstützt. Die kleine Anlage liegt ganz in der Nähe seiner Wohnung. Gerne denken wir an unsere gemeinsame Arbeit und wie er bei der Einweihung des Schaugartens die Anlage mit Schwung und Elan segnete (s.Bild). Danke Johannes!

Ist der Ihnen mal über den Weg gelaufen bzw. geflogen?

Der Schachbrettfalter war der Schmetterling des Jahres 2019. Warum? Er ist besonders durch die intensive Landwirtschaft bedroht. Denn er braucht blütenreiche Wiesen, die nährstoffarm sind. Und die sollten nicht bis Ende Juli gemäht werden. Leider sind aber zu viele Wiesen überdüngt und werden zu früh gemäht.

Die Raupen fressen verschiedene Gräser, der Falter
mag besonders den Nektar violetter Blüten (Flockenblume, Kratzdistel, Skabiose).

Wer bist denn Du?

Das fragte ich mich, als ich diese Fliege das erste Mal sah. Die schwarzen langen Borsten waren da wohl namensgebend, denn es ist eine Igelfliege. Diese Raupenfliege ist ein Schmarotzer (schlimmes Wort). Dabei hat sie eine große wirtschaftliche Bedeutung in der forstlichen Schädlingsbekämpfung. Denn die Larven der Fliege leben von Raupen der Schwammspinner, die es dieses Jahr so massenhaft gab und die besonders den Eichen stark zusetzten. Die Larven machen sich auch über Nonnen und Kieferneulen her. Was für Namen!

Auffällig gelauert

Ob dieses Weibchen der Wespenspinne trächtig ist? Oder einen erhöhten BI hat und sich um ihre “Wespentaille” Sorgen macht? Ob sie das Männchen “danach” verspeist hat? Wieso zieht man sich so auffällig an, wenn man doch nicht auffallen will? Fragen über Fragen. Nun ist es ja nicht so, dass sie keiner Fliege was zuleide tut. Sie aber sollten keine Angst vor ihr haben. Sie passen nicht in ihr Beuteschema.

Dieses Bild entstand bei einem Freund im Garten. Er sagt, sie heißt Siri. Siri würde ja auch immer spinnen. Gesehen wurde eine Wespenspinne auch im Naturschaugarten von Martin Kuhlen (s. in der Galerie)