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Maikäfer flieg!

Ein Bayer würde wohl sagen: „Ja mei! Ein Maikäfer!“ Dieser Maikäfer kam aber schon im April, statt im Mai. Bin gespannt, wann der Junikäfer kommt. 
Wie auch immer. Auf dem Foto von Tommy Schneider ist auf jeden Fall ein Feldmaikäfer. Er (Letzterer) hat anders als der Waldmaikäfer keine verdickte Hinterleibsspitze. Dass der Käfer männlich ist, erkennt man an daran, dass er sieben Fühlerblätter hat (eins mehr als ein Weibchen).
Als Kinder spielten wir mit den Käfern, am Schluss landeten sie aber doch bei den Hühnern. Was mir bisher nicht bekannt war: Nicht nur Hühner mögen die Käfer. In den 40er Jahren gab es Maikäfer in der Suppe oder kandierte aus der Konditorei.
Ach nein, ich will mir das nicht vorstellen. Auch wenn ich die Rezepte gelesen habe. Nein danke!

Ein kleiner Spanner!

Kleiner Spanner! Klingt beleidigend, aber ich meine den Hartheu-Spanner. Dieser ist nicht wie die meisten Spanner nachtaktiv, sondern tags und nachts unterwegs. Ich rede immer noch von Schmetterlingen. Woher der Name Spanner kommt? Er leitet sich aus dem Griechischen ab für Landvermesser (= Geometer). Wer die Bewegung dieser Raupen beobachtet, wird’s verstehen: Das sieht so aus, als würden Sie mit einer Hand mit weit gespreiztem Daumen und Zeigefinger eine Spanne abmessen und dann in gerader Linie immer wieder neu ansetzen. Ausprobiert? Genau so bewegen sich die Raupen!
Damit man die Hartheu-Spanner nicht für Weißlinge hält, achte man auf die Enden der Fühler. Sie sind faden- statt keulenförmig. Und anders wie Weißlinge sind sie Kurzsteckenflieger. Denn wenn sie aufgescheucht werden, fliegen sie nur ein paar Meter, dann verstecken sie sich wieder. Die kleinen Spanner!

Modisch?

Ein gewagter Farbmix: schwefelgelb und Kopf und Brust orange! Der Schwefelkäfer ignoriert einfach aktuelle Modefarben.
Da er Pollen von Doldenblütlern wie die Wilde Möhre mag, ist er wie auf einem Präsentierteller. Allerdings habe ich ihn bisher wenig zwischen Mai bis September wahrgenommen, aber es waren auch nur wenige Insekten zu sehen. 
Lt. einer Tierenzyklopädie soll der Käfer auch kleine Insekten fressen und man hätte ihn früher gar in Plantagen zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Dazu habe ich aber nirgendwo mehr etwas zu lesen gefunden. 
Wie auch immer, der gelb-orange Käfer steht auf der Roten Liste. Und da sehe ich schwarz für seine Zukunft. Da könnte ich mich grün und blau ärgern.
 
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Ein Punk unter den Insekten

Man ist geneigt, diesen süßen kleinen Punk zu streicheln. Aber seine gelbe Warnweste sagt: „Lass‘ mal!“ Die Brennhaare brennen nämlich ganz schön in den Augen. Brennend würde mich auch interessieren, ob das ausreichend vor Fraßfeinden schützt. Möglicherweise schmecken die Raupen auch übel.
 
Rotschwanz wird das Insekt genannt, weil es, na ja, Sie sehen es ja selbst!
 
Obwohl der Buchenstreckfuß sehr häufig ist, lief er mir noch nicht vor die Linse. Drum ein Danke an Tommy S.! Als Falter ist er ohnehin selten zu sehen, da ist er nur nachts unterwegs. „Streckfuß“ heißt er, weil er die Vorderbeine in Ruhe nach vorne streckt, etwa wie Sie die (Hinter)beine beim Fernsehen.
 
Jetzt im Oktober sieht man (also außer mir) die letzten dieser Raupen, bevor sie sich verpuppen. Ihren Kokon bauen sie am Boden im Laub und versetzen ihn mit ihren eigenen Haaren. Wir würden das als Recycling bezeichnen. Bezeichnenderweise.

Wer stört?

Beim ersten Hahnenschrei ist oft die Nacht erstmal vorbei. Doch lasse man sich nicht täuschen, auch bei anderen Geräuschen unterbricht, wenn man so „liecht“ im Nu die Schlafensruh. Schnarcht der Lebensgefährte, ist oft sein Leben gefährdet. Auch Fröschequaken ist kaum zu ertragen, auch Gänsen geht es bei Geschrei oft an den Hals, ähm Kragen. 
 
Doch haben wiederum wenige Widerwillen, beim Gesang der Grillen, auch weniger möcht` man die Weinhähnchen killen.
Diese Langfühlerschrecken sind schwer zu entdecken. Sie singen von spät bis früh, zart aber laut „Drüü Drüü!“. Die Flügel nutzen sie als Trichter für’n Schall und drehen die Insekten sich, scheint der Hall von woanders her zu kommen! Haben Sie sie schon vernommen?
 
Dank an Gudrun für das ungewöhnliche Bild!