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Baum des Jahres 2021

Tatatata! Baum des Jahres 2021 ist: die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium)!  Oft trifft man sie auch als Strauch an, wenn man sie mal antrifft. 


Es trifft sich gut, dass dieser Baum jetzt geehrt wird, denn er ist was Besonderes: immergrün, mag Halbschatten, in seinem Geäst nisten gerne Vögel, hier überwintert häufig der Zitronenfalter, die Früchte hängen den ganzen Winter und verderben nicht (und erst der Frost macht sie weich und für Vögel essbar).


Auch wenn es reizt, Zweige mit den roten Beeren als Weihnachtsschmuck zu nutzen, bitte tun Sie es nicht. Die Stechpalme ist bei uns besonders geschützt. Früher, als es mehr Stechpalmen gab, konnten sie auch besser genutzt werden, z. B. das Holz für Intarsien, belaubte Zweige zum Reinigen des Schornsteins, die giftigen Früchte nahm man ein für oder gegen Allerlei. Besonders Letzteres ist nicht zu empfehlen. 


Wenn Germanen und Kelten schon den Baum verehrten, dann sollte er auch bei uns wieder mehr Beachtung finden. Finde ich. 

Keine Angst?!

Warum es die Hornisse in einigen Bundesländern wieder von der Roten Liste geschafft hat, darüber sind die Gründe unklar. Freuen wir uns einfach.


Freuen können sich allerdings nur wenige. Denn Hornissen wirken bedrohlich. Aber wenn man dem Nest nicht zu nahe kommt, ist äußerst selten etwas von ihr zu befürchten. Am Kaffeetisch werden sie von ihr in Ruhe gelassen. Sollten allerdings gerade die Deutsche oder die Gemeine Wespe ihren Kuchen verspeisen, könnte die Hornisse diese als leichte Beute fangen, wegschleppen, zerlegen und ins Nest schleppen. Mahlzeit allerseits!

Dank an Jack Simon für das Bild. Er hat dieser Hornissenkönigin unerschrocken in die Augen gesehen (am 29. April).

Transformers

Vermutlich sprechen Kinder und Jugendliche alle Worte, die mit “Meta-” beginnen, nicht an. Z.B. Metaebene, Metabolismus, Metadiegese (Letzteres interessiert mich auch nicht).

Oder Metamorphose!!! Wenn man aber “Transformers” dazu sagt und Beispiele aus der Natur gibt, dann erfährt man viel Aufmerksamkeit. Sowas wie: “Jo, krass, Alter!” oder “Cool, Digga!” oder “Voll fette Hamma-Tricks, lol!”

Aber cool, irre, hamma, … finde ich Metamorphose auch. Auf dem Bildern “transformert” ein Marienkäfer. Was fehlt, ist das Ei. Von rechts zu sehen ist die Larve, dann die Puppe und zuletzt ganz links die perfekte Transformation. Und das alles zu absolut geringen Produktionskosten im Vergleich zu den Transformers-Filmen. LOL!

Killer “entlarvt”

Urteilen Sie nicht zu früh. OK und ja, ich bin ein Killer. Aber etwas hat das so für mich festgelegt. Nennen Sie es Gott oder Natur oder Evolution. Nennen Sie es wie sie es wollen. Es ist halt so für mich wie es ist. Tagein, tagaus. So wie Sie jeden Tag zur Arbeit trotten.


Und ja, man kann mich kaufen. Macht es das verwerflicher? 30 von uns Assassinen kosten gerade mal 11 €. Sie können ganze Söldnertrupps unserer Art kaufen, dann ist der einzelne Assassine günstiger.


Wir arbeiten präzise, schnell, knallhart, ohne Hilfsmittel. Wir sind topfit trotz der oft lausigen Verpflegung. Wir benötigen noch nicht einmal Augen für unsere Arbeit. Einzig und allein der Tastsinn genügt. Nennen Sie mich ruhig kaltblütig, aber ich verfüge über eine tötliche Effizienz, ich schaffe 400 bis 600 Blattläuse in drei Wochen. Hasta lavista!

Was krabbelt denn da?

Wer denkt, er müsse nach Afrika reisen, um mal Rüsseltiere zu sehen, der irrt. Die gibt es auch hier. Wie z.B. diesen Rüsselkäfer. Er heißt Rotbrauner Apfelfruchtstecher. Aber auch er irrt: Ich bin nämlich kein Apfel.


Etwa 950 Rüsselkäferarten gibt es in Deutschland. Rüsselkäfer sind wahrscheinlich die artenreichste Familie aller Lebewesen. Trotzdem fallen sie kaum auf, sind ja auch sehr klein. Das haarige Etwas, worauf er rumturnt, ist mein Unterarm.


Man sollte Unterarme nicht in Nahaufnahme zeigen dürfen, ihh! Da ist ja der Käfer schöner! Obwohl Käfer auf der Haut die Haut auch nicht schöner macht. Das haut nicht hin.