Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

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  • Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
  • Ein Artenschutzprojekt
  • von Bürgern für Bürger

Stolpert immer!

Beinahe wäre ich über den Stolperkäfer gestolpert. Der Stolperkäfer sei ein Schnellkäfer. Naja, wenn man „hudelt“, dann kann man auch mal stolpern. Ich hätte gerne seine ungeschickte Fortbewegung beobachtet, aber der Käfer war gerade am Nektarnaschen. Beim Essen stört man nicht!
Ich finde das nicht in Ordnung, den Käfer wegen dieser Eigenschaft so zu benennen. Dann müsste man mich ja auch „Der, der gern mal Namen vergisst“ nennen 😉
Der Stolperkäfer (Valgus hemipterus) ist häufiger in Feuchtgebieten anzutreffen, wenn dort die Umweltbedingungen stimmen. Die Larven mögen verrottetes Holz.
Wie häufig er also vorkommt, hängt davon ab, ob es genügend passende Lebensräume gibt. Intensive Landwirtschaft bieten ihm und den meisten Insekten das nicht. Drum: mehr Bio-Landwirtschaft. Auf solchen Flächen gibt es bis zu 23 % mehr blütenbesuchende Insekten! Eine wertvolle Maßnahme gegen das Artensterben.

Zwei Aktionen, die sich lohnen!

Den Zilpzalp ließ sich nicht beirren. Er rief beharrlich seinen eigenen Namen. Dabei war es eigentlich etwas vorbei mit der Ruhe im Naturschaugarten. Eine Führung für die Regiogruppe Rhein-Main vom Naturgarten e.V. ließ kein Pflänzchen unbeachtet. Die Führung machte Julia Hellwig, eine sehr erfahrene Naturgartenplanerin, sie berät zudem und gibt auch VHS-Kurse.

Gleichzeitig dürften sich Zilpzalp und andere Besucher des Naturschaugartens gefragt haben, was da noch passierte. Ich verrate es: Der Arbeitskreis Naturnahes Grün hatte einen „Arbeitseinsatz“ in ihrem „NaSchau!“, dem NaturSchaugarten.  Da wurde ordentlich und lange gefrühstückt, danach ging es gestärkt daran, nötige Arbeiten „gewuppt“ zu bekommen. Klappte dank köstlicher Nahrungsaufnahme ja auch. Ein schöner Tag für alle Beteiligten.

Pflegeeinsatz 17.05.2025

 

Himmelsschlüssel?

Echt jetzt?! Die Echte Schlüsselblume nennt sich auch Himmelsschlüssel? Prompt fällt mir der verstorbene Papst Franziskus ein. Obwohl mir nicht alle Zugangsberechtigungen in den Himmel bekannt sind, wird er vermutlich keinen Schlüssel brauchen.
Generell ist davon abzuraten, sich den „Himmelsschlüssel“ durch Pflücken oder Ausgraben zu besorgen. Es ist zwar keine Sünde, aber streng verboten.

Die Blume ist Futter für mehrere Raupen u.a. bedrohter Schmetterlingsarten. An den Nektar gelangen nur langrüsselige Insekten. Manche Bienen und Hummeln haben aber einen Trick: Sie beißen seitlich in die Blüte, um vom Nektar zu naschen.

Wenn Sie im sonnigen Garten einen kalkhaltigen, stickstoffarmen, humosen Boden haben, werden Sie mehrere Jahre Spaß an der Blume haben. Und sie sät sich natürlich selbst aus. Die Schöne!

Riecht nach Knoblauch?

TATA! Das ist das älteste bei uns verwendete Gewürz: die Knoblauchrauke. Woher man das weiß? Weil vor 4000 Jahren irgendwer mal wieder die Kochtöpfe nicht richtig spülte und sich 2013 Wissenschaftler über diese Entdeckung total freuten! Ich werde besser auch nicht spülen, irgendwann wird es einen Forscher beschäftigen!

Die Blätter schmecken nach Knoblauch, die mögen auch verschiedene Raupen (v. Aurorafalter, Waldbrettspiel, Achateule, Grünader-Weißling). Die reifen Samen schmecken nach Pfeffer.

Außer an Wegrändern begegnet man der Knoblauchrauke bzw. den jungen Blätter in England. Man findet sie dort öfters im Sandwich. Ich werde das überprüfen.
Auf dem Bild holt sich ein Wollschweber gerade leckeren Nektar, der im Abgang vermutlich knoblauchig schmeckt.

„Tisch im Garten“ 2. Mai 2025, 15-17:30 Uhr

Auch diese Jahr bieten wir wieder den „Tisch im Garten“ an. Das klingt gemütlich und ist es auch: Im Garten bei Tee und Kaffee sitzen, genießen, sich unterhalten. Ein bisschen spüren und begreifen, was Natur uns bietet, vielleicht zusammen die eine oder andere heimische Pflanze in Schaugarten bewundern, sich was erzählen lassen von unserem Projekt. Ja das kann schön werden. Lernen Sie uns und den Schaugarten kennen. Uns und diesen kleinen Park mit 100 Prozent Straßenbahnanschluss, Haltestelle Lindenmühle/Naturschaugarten.