Arbeitskreis Naturnahes Grün
Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

- Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
- Ein Artenschutzprojekt
- von Bürgern für Bürger

Bekommt der Naturschaugarten den Blauen Engel verliehen? Denn schließlich waren am 25. Juni 2025 rund 20 Personen der „Jury Umweltzeichen“ in unserem Schaugarten.
Aber nein. Wie schade! Der „Blaue Engel“ wird nur für bestimmte Produktgruppen vergeben. Und auch ein paar Dienstleistungen wie Carsharing werden beurteilt.
Macht nichts, wir haben schon drei Umweltpreise. Und ein bisschen war das auch eine Auszeichnung, dass die Jury sich eine Führung in unserem Naturschaugarten gewünscht hatte.
Ich befürchte, dass die Maus mausetot ist. Ich könnte ja Jack Simon fragen, der dieses Foto gemacht hat. Aber ich bin nicht an Einzelheiten oder dem Tathergang interessiert. Schlimm genug, dass die Maus hier der „Unglücksrabe“ ist.
Apropos Rabe: Auf dem Bild ist eine Rabenkrähe, kein Rabe. Diese Art ist kleiner und der schwarze Schnabel ist schmaler. Sie und andere Rabenarten sind übrigens Singvögel. Das beweist, dass Ornithologen Spaßvögel sein können. Aber ich gebe zu, dass es schon beachtlich ist, wenn Kolkraben ca. 80 unterschiedliche laute Laute verlauten lassen können. Alle in etwa in der Tonlage von Tom Waits.
Jetzt, wo ich das so lapidar niedergeschrieben habe, erscheint mir der Vergleich gar nicht so schlecht. Sowohl Krähen wie Tom Waits leben etwas am Rande der Gesellschaft und vermitteln eine etwas düstere Stimmung. Sicher zu Unrecht.
Ich hatte Glück, dass ich die Große Pechlibelle so kontrastreich fotografieren konnte. Der weiße Hintergrund, das sind alles Pappelsamen. Manche nennen sie auch „heimische Baumwolle“ oder „Sommerschnee“. In dem Flaum sind die Samen versteckt und der Wind kann sie so weit transportieren.
Die „Große“ Pechlibelle ist eine Übertreibung. Sie ist eine Kleinlibelle. Sie ist (noch) sehr häufig und unverwechselbar, denn nur ihr achtes Hinterleibsegment ist leuchtend blau.
In Deutschland gibt es 28 Arten von Kleinlibellen. Die sind oft schwer zu entdecken. Da ist es hilfreich, langsam und mit Bedacht durch naturnahe Flächen zu streifen. Erstaunlich ist, was man dabei noch alles vorfindet. Eine gute Achtsamkeitsübung!
Irgendetwas war anders an dem Tag. Jemand der Gäste wusste es: „Tag der Gartenarbeit“ war, aber uns war nicht danach. Unser „Tisch im Garten – Tag“ gilt nur unseren Gästen.
Aber es war auch „Tag des Donuts“ und eben dieser gut informierte Gast hatte Donuts mitgebracht. Was soll`s! Wir fügten uns dem Schicksal. 😀
Etwas Aktivität war dann doch angesagt: Der Ausbau von unserem „Vereinsheim“, denn nicht die Sonne schien, sondern es schien, als wolle es regnen. War dann aber nichts. Aber gemütlich war es trotzdem im „Vereinsheim“ (s. Bild).
Der Dunkelblaue Laufkäfer war schnell. Aber Carmen Grießhammer war schneller! Danke für das Bild!
Dieser gefährdete Käfer hat sich ein schönes Zuhause ausgesucht: Hornberg im Schwarzwald. Mit bis zu 36 mm Länge zählt er zu den großen Käferarten. Auf sein leuchtendes Blau könnte er echt stolz sein, wenn er es könnte. Für einen tagaktiven Räuber ist er ganz schön elegant angezogen. Respekt!
Er ernährt sich von Insekten und Larven. Naja auch von Fallobst, Baumsäften oder Pilzen, die lassen sich leichter jagen! 😉
Er mag warme Standorte, denen er auch treu bleibt, wegfliegen kann er ja nicht, nur schnell laufen, ca. 0,5 km/h. Vier Jahre alt kann er werden und überwintert als erwachsenes Insekt, gerne auch mit anderen seiner Art. Schön, dass Carmen ihn beobachten konnte. Einen kurzen Moment.