Läuft ein Laufkäfer mir über`n Weg und ist weg! Er war mir zu schnell, daher die Unschärfen. Der Goldglänzende Laufkäfer ist ohnehin nachtaktiv. Was ihn bewegt hat, sich so schnell zu bewegen?
Leider gibt es ja einen starken Schwund der Artenvielfalt (nicht nur) bei Insekten. Die Ursachen sind vielfältig: industrielle Landwirtschaft mit ihren Giften, Monokulturen, Biotopverluste, Flächenverbrauch, Klimawandel, … Da freut man sich umso mehr , wenn man so ein seltenes Exemplar sieht. Und es gibt Ansporn, wieder mehr für Insekten zu tun, eine schöne Totholzecke im Garten, noch mehr heimische Vielfalt an Pflanzen, mehr Obst und Gemüse aus biologischen Anbau …
Fast ein Gedicht: So ein Schild am Zaun soll Trampeltiere im Zaum halten. Denn manch Trampeltier trampelt hier trotz Zaun über bepflanzte Flächen, drum lassen wir die Schilder sprechen. Die Frage ist für dumme Leute, gefragt ist, was der Zaun bedeute. So hoffen wir mal, dass manch ein „Tropf“, überlegt sich was in seinem Kopf.
müssen sich diese Gartenbesitzer gesagt haben. Und es ist gelungen! Steine statt Schneeglöckchen. Kalt, abweisend, allenfalls mal eine verschraubt wirkende exotische Pflanze. Natur ist diesen Leuten, denke ich, lästig, macht Dreck, sieht unordentlich aus. Gärten des Grauens, hier hat man sich völlig von der Natur entfremdet, mit katastrophalen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt.
„Mäh! Mäh!“ sagt das Schaf. „Mäh doch selber!“ sagt der Rasenmäher. Und so (oder so ähnlich) kam`s und drum lassen es sich die Schafe lassen im Naturschaugarten schmecken. Sie kommen immer wieder mal zu Besuch, denn sie wissen, was lecker ist. Unsere Wiesen wurden nämlich mit heimischem Saatgut angelegt. Guten Appetit!
Das Bild gibt Ihnen Rätsel auf? Pure Absicht! Rechts sehen Sie einen herrlichen Haselnuss-Strauch im Naturschaugarten, aber links, was ist das? Ein verkleideter Mainzer Narr? Weit daneben, es ist eine Palme. Was ein Aufwand: Damit das Ding nur keinen Schnupfen oder Husten bekommt hat man es eingehüllt. Es ist somit am Hilton in Mainz ein richtiger „Hingucker“. Wie schön doch Palmen bei uns im Winter sind! Allerdings, speziell zum Tag des Artenschutzes muss man sagen: Thema verfehlt. Denn bei einem rasanten Artenschwund (jede 3. Wildpflanze ist in Dtl. vom Aussterben bedroht) sollt man doch vielleicht lieber eine wunderschöne Eberesche pflanzen, die kann auf Winterkleidung verzichten. Und es wäre was getan gegen den Artenschwund.