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Lauf, Laufkäfer lauf!

Glück und Traurigkeit liegen bei mir nahe beieinander. Gerade noch bin ich glücklich, den Hainlaufkäfer auf der Hand halten zu können, schon werde ich traurig, dass es immer weniger Insekten gibt.

Aber immerhin habe ich einen „Echten“ Laufkäfer in der Hand. Wunderschön schwarz glänzend, etwas violett, etwas rosa. Ich bin happy!

Ich verrate jetzt, weshalb sie dieses Tier auch lieben werden: Es frisst Nacktschnecken, sogar die Spanische Wegschnecke! Mahlzeit!

Der Nützling jagt auch Insekten und Raupen. Und, na ja, gelegentlich gibt es etwas Obst.

Schon bin ich wieder traurig, weil ich den Laufkäfer laufen lassen muss. Vielleicht laufen wir uns ja wieder über den Weg, denn er wird drei Jahre alt!

(Diesen Laufkäfer habe ich im Bergischen Land entdeckt.)

Hübscher Räuber

Der Dunkelblaue Laufkäfer war schnell. Aber Carmen Grießhammer war schneller! Danke für das Bild!

Dieser gefährdete Käfer hat sich ein schönes Zuhause ausgesucht: Hornberg im Schwarzwald. Mit bis zu 36 mm Länge zählt er zu den großen Käferarten. Auf sein leuchtendes Blau könnte er echt stolz sein, wenn er es könnte. Für einen tagaktiven Räuber ist er ganz schön elegant angezogen. Respekt!

Er ernährt sich von Insekten und Larven. Naja auch von Fallobst, Baumsäften oder Pilzen, die lassen sich leichter jagen! 😉
Er mag warme Standorte, denen er auch treu bleibt, wegfliegen kann er ja nicht, nur schnell laufen, ca. 0,5 km/h. Vier Jahre alt kann er werden und überwintert als erwachsenes Insekt, gerne auch mit anderen seiner Art. Schön, dass Carmen ihn beobachten konnte. Einen kurzen Moment.

Flitzer

Läuft ein Laufkäfer mir über`n Weg und ist weg! Er war mir zu schnell, daher die Unschärfen. Der Goldglänzende Laufkäfer ist ohnehin nachtaktiv. Was ihn bewegt hat, sich so schnell zu bewegen?

Leider gibt es ja einen starken Schwund der Artenvielfalt (nicht nur) bei Insekten. Die Ursachen sind vielfältig: industrielle Landwirtschaft mit ihren Giften, Monokulturen, Biotopverluste, Flächenverbrauch, Klimawandel, … Da freut man sich umso mehr , wenn man so ein seltenes Exemplar sieht. Und es gibt Ansporn, wieder mehr für Insekten zu tun, eine schöne Totholzecke im Garten, noch mehr heimische Vielfalt an Pflanzen, mehr Obst und Gemüse aus biologischen Anbau …