Arbeitskreis Naturnahes Grün
Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

- Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
- Ein Artenschutzprojekt
- von Bürgern für Bürger

„Wenn`s läuft, dann läufts!“ wäre man geneigt zu sagen zu so einem AGENDA-Tag. Angefangen beim Wetter: strahlender Spätsommer! Unser Stand: zu Füßen von Johannes Gutenberg. Genauer gesagt, zu den Füßen der Statue von unserem Johannes. Das Motto des Tages: AGENDA-Tag + Sonnenmarkt + Weltkindertag.
Ja und dann natürlich die Ausstattung unseres Stands: lustiges Knack-die-Nuss-Spiel mit Buzzern, die beim Drücken Tierstimmen abspielten + ein Ratespiel mit Gewinnen wie „VIP-Lounge beim open air Kino im Schaugarten“ oder „VIP-Lounge beim Vorleseabend am Lagerfeuer“, natürlich auch im Schaugarten, …
Ein perfekter Tag!
Hat das Insekt Augen oder nur eine sehr gute Nase? Erst auf den Fotos erkenne ich genauere Einzelheiten. Und meine Bestimmungs-App sagt sehr bestimmt: „Bestimmt Chrysoperla carnea!“ Der Volksmund würde sagen: Blattlauslöwe! Ui! Ich rufe laut: „Der Löwe, der Löwe, der Löwe ist los!“ und ernte verständnislose Blicke. Aber das wäre ja auch so, wenn ich „Die Larve der Florfliege ist los!“ rufen würde.
Wenn dieser Minilöwe u.a. gewaltige Mengen an Blattläuse, Spinnmilben, Raupen, Woll- und Schmierläusen frisst, sollte ich mir dann Gedanken um die Hygiene auf meinem Tischchen machen? Just in dem Moment fällt ein Blatt vom Baum über mir auf mich. Aha, denke ich, aha, dann kommt wohl alles Gute von oben!
Der Ökumenische Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“ des Bistums Mainz veranstaltete den Gottesdienst zum Ökumenischen Tag der Schöpfung. Der AK unterstützt eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung auf der Erde. Der Gottesdienst fand im Naturschaugarten Lindenmühle statt.
Die AG Christlicher Kirchen schrieb: „Das Motto lautet „Lass jubeln alle Bäume des Waldes“, in Anlehnung an Psalm 96 aus der Bibel. Der Wald als wichtiges Ökosystem ist ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, ist wichtig für Sauerstoffproduktion und eine natürliche Kohlenstoffsenke. Damit er nicht weiter durch die Folgen des Klimawandels zerstört wird, braucht es unseren Einsatz, ….“
Eine Meditation zu Beginn lud dazu ein, sinnlich den Schaugarten, die Bäume, den leichten Sommerwind, … wahrzunehmen. Es war den zahlreichen Gästen anzumerken, wie gut das tat.
Eine kurze Führung von Christoph Schallert nach dem Gottesdienst erklärte viel zum Naturschaugarten und wie man im eigenen Garten viel für die heimische Vielfalt von Pflanzen und Tieren tun kann.

Nachmittags gab es eine weitere Veranstaltung:

Nachmittags gab es bei der Offenen Bühne Gedichten und Geschichten, Musik und Lieder, oft zum Thema “Natur“
Besonders überraschend waren die Tanzbeiträge von Bretzenheimer Kindern!
„Die Brücke am Zay“
Nein, nicht gemeint ist „Die Brücke am Kwai“, sondern am Zaybach. Und auch das stimmt nicht ganz, auch wenn vor einiger Zeit Teile des Zaybachs auf das Gelände des Naturschaugartens flossen. Das ist leider schon länger nicht mehr der Fall.
Nichtsdestotrotz, Teile der Brücke waren defekt und Dennis Bergner und Christoph Schallert reparierten den Schaden, als hätten sie nie etwas anderes getan. Gut, ersterer ist Ingenieur, der andere Anwalt und Dozent. Synergieeffekte sind da nicht ausgeschlossen. Wie das neue Loch in der leeren Kasse des Arbeitskreises zu füllen ist, da fehlt noch ein Plan. Oder anderweitige Synergien.
Dank auch an die anderen Beteiligten, die während des Brückenbaus heimlich immer mal schauten, wie die Lage ist, aber vor allem trotz der Hitze wunderbare Arbeit im Schaugarten leisteten.