Arbeitskreis Naturnahes Grün
Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

- Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
- Ein Artenschutzprojekt
- von Bürgern für Bürger

Am 1. August 2025 trafen sich mutige Leute im Naturschaugarten zum Tisch im Garten, obwohl doch schlimmer Regen gemeldet war. Auch ich war oberskeptisch. Schließlich heiße ich Karlheinz (wie peinlich), aber das gruselige Tiefdruckgebiet mit ausgiebigen Regenfällen hieß auch so (geschah ihm recht!).
Dass wir unbeschadet trotz dieser denkbar schlechten Vorzeichen alles gutgelaunt und trocken überstanden haben, das kann nur einer bestimmten Gesetzmäßigkeit zu verdanken sein, die da sein könnte:
Wie dem auch sei – SCHÖN WAR ES WIEDER!
Vermutlich denken Sie: Igitt! Ich kann es Ihnen nicht verdenken, dass Sie so denken, denn die Distel-Bohrfliege hat so etwas „Fruchtfliegiges“. Der Begriff stammt von mir. Und diese Bohrfliege zählt ja auch dazu, treibt sich aber nicht am Obst sondern an Disteln rum. Das Weibchen (Bild) legt seine Eier in die Blütenkörbchen. Die Fliege ernährt sich von Pollen und Nektar der Disteln.
Ich finde das Insekt hübsch, die orange-gelbe Färbung, die grünlich schimmernden Augen!
Lt. einer Studie der Universität Queensland assoziieren Männer grüne Frauenaugen mit Mystik und Sinnlichkeit. Auf Insektenaugen wird man das kaum beziehen können. Aber schon schön, oder?
Dank an Jack Simon für das tolle Bild!
Der Bunten Ligustereule mitten in der Mainzer Fußgängerzone zu begegnen, einer betonstrotzenden Umgebung, das war seltsam. Ein Nachtfalter, der am helllichten Tag irgendwie hilflos herumflatterte! Er wirkte entkräftet, kein Wunder, den weit und breit war kein Liguster und auch keine Wiesen-Flockenblume.
Eine lebensfeindliche Umgebung für einen Schmetterling, der als gefährdet auf der Roten Liste steht.
Er ließ sich nicht einfangen, irgendwie entwischte er mir dann doch.
Ach gäbe es Ligusterhecken statt Mauern, mehr Bäume, mehr Grün in den Städten. Es würde nicht nur den Schmetterlingen gut tun.
Die Hitze war am Freitag 4.7.2025 erträglich, bei 27 Grad. das ließ es sich im Schatten unseres Walnussbaums im Schaugarten gut aushalten (nach Temperaturen von 2.7. bei 37 Grad!).
Christoph Weinrich, ein hervorragender Pflanzenkenner, war dort, und unter besagtem Walnussbaum in einer Sitzecke zu finden, bereit für einen Plausch über die Natur.
Man konnte ein bisschen spüren und begreifen, was Natur uns bietet, zusammen die eine oder andere heimische Pflanze in Schaugarten bewundern, sich was erzählen lassen von unserem Projekt.
In Bretzenheim nahmen, trotz großer Hitze, zahlreiche Gärten und Höfe an der Veranstaltung teil. Auch wir waren mit dabei. Im Naturschaugarten waren 21 Naturgeschichten mit Bildern versteckt, die man in der Anlage finden, lesen und sich amüsieren konnte. Da war zum Beispiel ein Interview an der Trockenmauer mit einer trächtigen Eidechse zu lesen. Oder was eine Mispelfrucht mit einem Hundpo zu tun haben könnte. „Haha“ und „Aha“ werden sich wohl Besucher gedacht haben.
Warum gerade 21 Geschichten? Nun, es gibt den Naturschaugarten sage und schreibe 21 Jahre! An dieser Stelle einen kleinen Tusch, den Sie sich bitte einmal vorstellen dürfen.

Uns hat es gefreut, wieder naturinteressierten Menschen zu begegnen und wir sind gerne wieder dabei, wenn dieser Tag in künftigen Jahren wiederholt wird.