Arbeitskreis Naturnahes Grün
Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

- Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
- Ein Artenschutzprojekt
- von Bürgern für Bürger

Es ist nicht nötig, dass uns allen die Gallen gefallen, doch meist hat man’s ohnehin verpennt, dass man überhaupt erkennt, was das ist, und wer da sich in Pflanzengeweben eben mal frisst, sticht, beißt, und was das für die Pflanze heißt, nämlich, wie dämlich: Ich bin verletzt und auch entsetzt. Ich wucher‘ jetzt die Wunde zu. Dann hab ich bald schon wieder Ruh‘.
Verursachen kann das eine Wespe, Fliege, Milbe, Laus und das sieht dann ganz verschieden aus. Wie es wuchert, das ist gar sehr bizarr, in vielen Formen ohne Normen, und enden meist mit „-ig“, z.B. kugelig, schwulstig dick, farbig, manchmal pustelig und meist auch schick. Die Wucherung umschließt dann oft den Nachwuchs vom Insekt, der darin steckt, bis den der Frühling weckt.
Diese Wucherungen hat die Lindengallmilbe gemacht. Ist ja ganz schick, hab ich mir gesagt. Und der Linde schadet es nicht auf lange Sicht.
Mainz denkt global – seit über 20 Jahren engagieren sich in Mainz Vereine, Gruppen und Initiativen für eine nachhaltige Lebensweise.
Falls Sie noch einen Vorsatz für das Neue Jahr brauchen: Es gibt so viele wichtige Tätigkeitsfelder, in denen man sich mit Freude und Sinn einbringen kann. Vielleicht ja gar in unserem Projekt!?
Ich lebe ja nicht auf großem Fuß. Der Schwarze Portugiesische Tausendfüßer auch nicht. Das ginge auch schlecht bei rund 100 Beinpaaren. Die Art, ursprünglich von der iberischen Halbinsel, wurde über den Handel an viele Orte verschleppt. Er wird bis zu 45 mm groß.
Tausendfüßer sind wie Regenwürmer wichtig für die Humusbildung. Man schätzt, dass sie rund ein Viertel des jährlichen Falllaubs verdauen. Das kann ich mir kaum vorstellen. So viele sieht man ja nicht. Allerdings verbergen sie sich aber auch gut und sind nachtaktiv.
Bei Gefahr rollen sie sich zusammen und können ein stinkendes Sekret abgeben. Anfassen sollte man manche Arten auch nicht, da Chemikalien der Tiere Blasen auf der Haut machen können. Aber sie sind harmlos, sie beißen und stechen nicht. Sind welche mal in die Wohnung gelangt, dann einfach mit Handfeger auf das Kehrblech und raus in den Garten damit.
In Deutschland leben 58 Arten von Schnurfüßern.
Natur hat Weihnachten
Viel wird geschenkt zur Weihnachtszeit. Aber wer beschenkt die Natur? Ein gelungenes Beispiel dazu ist sicher die wertvolle Spende des Rotary Clubs Mainz-Churmeyntz an den Naturschaugarten Lindenmühle. Damit wird unsere ehrenamtliche Arbeit zur Artenvielfalt belohnt und bestätigt.
Über 1,2 Millionen Menschen engagieren sich weltweit bei Rotary in verschiedenen nachhaltigen Bereichen und fördern Projekte. Dass auch der Naturschaugarten eine Förderung erhält, das ist für uns so etwas wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Schließlich feiern wir nicht nur Weihnachten, sondern auch das 20-jährige Bestehen der Anlage.
So wird es uns durch die Unterstützung auch im neuen Jahr möglich, Öffentlichkeitsarbeit zum Artenschutz zu machen und weiter am Erhalt der Anlage zu arbeiten. Unser Arbeitskreis verspricht, als Dank zur Rosenblüte für Rotary-Mitglieder und Interessierte eine besondere Führung zu veranstalten.
(v.li. Irmgard Kraemer, Hanna Himmelsbach, Karlheinz Endres, alle vom Ak, und Sonja Haug vom Rotary Clubs Mainz-Churmeyntz)
Ich hatte dies Insekt entdeckt. Es saß an unsrer Tür das Tier und ich fragte mich, was macht es hier, an einer Scheibe, voll im Licht, dann las ich ‘nen Bericht, der davon spricht, dass an vielen Stellen mit Kunstlichtquellen Insekten elend verreckten, weil von Licht die angelockten bis zum Verhungern da rum schwärmten oder hockten. Dies hier dem Tode sich entzog, indem es weiterflog.
Dank der Muster ist sie unverkennbar benennbar: Gelbgefleckte Sichelwespe! Mal ganz ehrlich, das klingt gefährlich! Doch was wohl gefährlich ist, wenn sie doch nur Nektar frisst? Nun, sie legt, kaum zu glauben, Eier ab in Raupen, letztere leben erst mal weiter, wenn auch nicht heiter, nicht unbeschwert, denn sie werden innerlich verzehrt von Larvengetier!
An dieser Stelle hier brech‘ ich ab das Gedicht! Genug gesagt, mehr sag‘ ich nicht!