Kategorie-Archiv: Pflanzenportraits

Der Tisch ist gedeckt!

Was für den Artenschutz tun und Spaß haben – das geht! Wer sich einen heimischen Gamander-Spierstrauch in seinen Garten setzt, der wird sich riesig freuen, wie schön der Strauch im Mai und Juni blüht. Zu bewundern jetzt im NaSchau!

Sie sind nicht der einzige, der sich freut: Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) (s.Bild) nascht gerne von den Blüten. Keine Angst, dem Strauch schadet das nicht. Betrachten sich sich mal den gemütlichen Gesellen. Er glänzt so schön, das bekäme die beste Autolackiererei kaum hin.

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25.4. Tag des Baumes

Zum Tag des Baumes blüht ein Baum in unserem Schaugarten besonders üppig: Die Traubenkirsche (Prunus padus).  Sie gehört zu der Gattung der Rosengewächse, wird bis zu 15 m hoch und ca. 60 (bis 80) Jahre alt. Sie werden diesen schönen Baum auch häufiger in Auenwäldern und an Bach- oder Flussrändern finden.

 

Portrait des Schöllkrauts

Ist Ihnen diese Pflanze bekannt?
Ihr wurde schon in der Antike große Heilkraft zugesprochen: das Schöllkraut. Sie hat viele Namen: Warzenkraut oder Schwalbenwurz, Goldwurz, Augenwurz und viele mehr. Als Mohngewächs besitzt das Schöllkraut einen Milchsaft. Er ist beißend und von schlechtem Geruch. Der Saft ist gelblich bis orangefarben. Dieses ungewöhnliche Merkmal veranlasste Menschen schon früh, mit dem Kraut zu experimentieren. Noch heute wird es zum Ätzen von Warzen mit gutem Erfolg verwendet. Die Anwendung der Pflanze ist jedoch nicht ungefährlich, die Gefahr einer Vergiftung besteht bei der innerlichen Verwendung. Über 10 Alkaloide haben positive und negative Wirkungen auf den Menschen.

Das Kraut blüht beim Eintreffen der Schwalbe und welkt bei ihrem Wegzug. Deshalb soll die Pflanze den lateinischen Namen “Chelidonium” (chelidonos = Schwalbe) erhalten haben. Nach einem römischen Schriftsteller bekam die Pflanze diesen Namen, weil Schwalben mit dem Saft des Krautes angeblich ihren Jungen die Augen öffnen würden.

Das bis zu 90 cm hoch werdende, vom April bis Oktober gelb blühende Kraut ist an Hecken und Mauerfüßen zu finden, meist in mäßiger Beschattung.

Die Samen werden durch Ameisen verbreitet. Dadurch gelangt das Schöllkraut auch an unzugängliche Stellen, wie z.B. Mauerritzen. Eine weiße, zuckerhaltige Samenschwiele belohnt die Ameisen für die Mühe.

Alles in allem: das Schöllkraut ist eine interessante heimische Wildpflanze!

(Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors.)