Wir hatte wieder einen Arbeitseinsatz im NaSchau. Die Trockenmauern wurden von zu üppigem Bewuchs zu befreien, damit sich die Steine genug aufwärmen können, denn das mögen unsere Mauereidechsen. Obwohl: Im Moment ist ja kaum ein Sonnenbad möglich.
Außerdem wurde der Sandhügel teilweise von Pfeilkresse, Kletten-Labkraut, armenischer Brombeere und anderen häufigen Beikräutern befreit, damit Wildbienen und Grabwespen dort nisten können.
Auch einige Gehölze wurden etwas zurück genommen, dort wo sie uns wichtige Pflanzen wie Geißklee und Ginster überwucherten.
Es war ein herrlicher Tag und ein tolles Miteinander. Artenschutz macht Spaß!
Wie kann ein Morgen schöner beginnen als mit Amselgesang. Von März bis Juli flöten die Männchen in schönsten Melodien, um ihr Revier zu abzustecken. Und wenn das nicht hilft, wird auch schon mal heftig am Boden gerauft unter den Männchen, gehackt, geschimpft. Der Verlierer wird natürlich vertrieben.
Der Amselherr im Revier ist manchmal so sticksauer über Rivalen, dass er seine Wut an orangenen und gelben Krokussen auslässt. Vielleicht erinnern die Farben an die Schnabelfarbe des Gegners. Sieht der schwarze Vogel also gelb oder orange, dann sieht er rot!
Zum Glück hat das Amselsterben, bedingt durch den Usutu-Virus, nachgelassen. Somit wird der Gesang der Amsel uns weiter erfreuen, meistens schon eine Stunde vor Sonnenaufgang. Die schönste Ruhestörung der Welt!
Sehr zu unserer Freude sieht man immer wieder mal Schüler der Grundschule an den Römersteinen, begleitet von einer Umweltpädagogin. Da möchte man mal Mäuschen sein und zuhören. Aber wir wollen da nicht stören, denn die Kids sind mit Feuer und Flamme dabei, in der Natur von der Natur zu erfahren, zu lernen. Da kann man alle Sinne nutzen und „begreift“ eindrücklicher vieles.
Mir fiel auf, wie konzentriert die Schüler mitarbeiteten. Ich konnte es mir doch nicht verkneifen, zu der Gruppe zu gehen, Frau Andrea Oppacher-Friedrich einen Ehrenpreis in Form eines Blümchens, dem Ehrenpreis, zur überreichen. Und dann doch ein wenig davon mitzubekommen, wie gut die Kids z.B. über das Plastikproblem Bescheid wussten. Prima!
Man mag so ’nen Garten-Pflegetag! Von fern hörte man 05er Fussballgeschrei, aber he, was ist schon dabei, den Tag anders zu verbringen, z.B. mit Natur und andren Dinge. Den Schaugarten bringt hier dann, Frau und Mann auf „Vordermann“, wenn man das so sagen darf und kann.
Dank sei Petra, Ulli, Dennis, Wenzel und Christoph, ich machte da auch mit. Jetzt ist der Naturschaugarten wieder „fit“!
Die Zeit ist wie im Flug zerronnen und 05 hat auch ohne uns gewonnen! 😀
Das Weibchen der Schlupfwespe ist eindrucksvoll, denn ihr Legestachel ist oft so lang wie ihr Körper. Sieht zwar gefährlich aus, ist es aber nicht. Allerdings fatal und letztlich letal für viele Wirtslarven. Und wie wird man Wirt? Schlupfwespen haben eine „gute Nase“ dafür, ihren unfreiwilligen Wirt, also die Wirtslarve, zu finden. Manchmal schicken auch von Raupen befallene Pflanzen chemische Stoffe aus, die der Schlupfwespe als „Wegweiser“ dienen. Hat sie ein Opfer gefunden, wird das mit einen Stich gelähmt und es wird ein Ei in den Wirt gelegt. Wenn die Larve dann schlüpft, frisst sie den Wirt von innen heraus auf. So, jetzt wisst Ihr, wie man Wirt wird und was aus dem Wirt dann wird!