Arbeitskreis Naturnahes Grün
Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

- Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
- Ein Artenschutzprojekt
- von Bürgern für Bürger

müssen sich diese Gartenbesitzer gesagt haben. Und es ist gelungen! Steine statt Schneeglöckchen. Kalt, abweisend, allenfalls mal eine verschraubt wirkende exotische Pflanze. Natur ist diesen Leuten, denke ich, lästig, macht Dreck, sieht unordentlich aus. Gärten des Grauens, hier hat man sich völlig von der Natur entfremdet, mit katastrophalen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt.
„Mäh! Mäh!“ sagt das Schaf. „Mäh doch selber!“ sagt der Rasenmäher. Und so (oder so ähnlich) kam`s und drum lassen es sich die Schafe lassen im Naturschaugarten schmecken. Sie kommen immer wieder mal zu Besuch, denn sie wissen, was lecker ist. Unsere Wiesen wurden nämlich mit heimischem Saatgut angelegt. Guten Appetit!
Wenn dieser Korbblütler blüht, dann hat der Frühling sich durchgesetzt. Wie heute ganz offiziell am 20.3. Der Huflattich gilt als gute Heilpflanze bei Hustenreiz und zum Schleimlösen. Vorwiegend die Blätter werden genutzt. Aber lassen Sie die Pflanze lieber als eine der ersten Frühlingsblüher unbeschädigt und holen sich den Wirkstoff in der Apotheke. Denn die Pflanze hat auch mutagene und karzinogene Stoffe, da darf ein gewisser Grenzwert nicht überschritten sein. Und das ist nur gewährleistet bei überprüften Produkten.
Das Bild gibt Ihnen Rätsel auf? Pure Absicht! Rechts sehen Sie einen herrlichen Haselnuss-Strauch im Naturschaugarten, aber links, was ist das? Ein verkleideter Mainzer Narr? Weit daneben, es ist eine Palme. Was ein Aufwand: Damit das Ding nur keinen Schnupfen oder Husten bekommt hat man es eingehüllt. Es ist somit am Hilton in Mainz ein richtiger „Hingucker“. Wie schön doch Palmen bei uns im Winter sind! Allerdings, speziell zum Tag des Artenschutzes muss man sagen: Thema verfehlt. Denn bei einem rasanten Artenschwund (jede 3. Wildpflanze ist in Dtl. vom Aussterben bedroht) sollt man doch vielleicht lieber eine wunderschöne Eberesche pflanzen, die kann auf Winterkleidung verzichten. Und es wäre was getan gegen den Artenschwund.
Man sehnt sich nach Blüten, Farben, Sonnenschein. Und bei den gegenwärtigen Temperaturen werden Sie diese Pflanzen bald entdecken, Sie finden sie in lichten Laubwäldern. Was für eine schöne Pflanze! Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, blau, weiß, gelb, lila, purpurrot. Die bis zu 40 cm hohe Pflanze hat ihren eigentümlichen Namen, weil die Blüte an den gespornten Zehen der Haubenlerche erinnert. Wegen der länglichen Blüte schaffen es nicht viele Insekten bis an den Nektar. Aber Hummeln wissen sich da zu helfen und beißen die Blüte hinten auf. Clever! Übrigens, der Gefingerte Lerchensporn duftet in der Sonne wunderbar und zieht als frühen Gast den Zitronenfalter an.