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Hundsgemein

Mit Hilfe der Färberkamille konnte man Textilien gelb färben. Finde ich schön. Dass die Pflanze aber auch Hundskamille heißt, finde ich hundsgemein! Viel schöner klingt der griechische Name: Anthemis tinctoria, das ist eine Kombination aus anthos (Blüte) und Artemis, der griech. Göttin der Jagd, der Wälder, der Frauen und Kinder. 

Artemis mochte keine Männer. Einer hat sie mal beim Baden beobachtet. Sie verwandelte ihn in einen Hirsch, den dann die eigenen Hunden zerrissen. Auch hundsgemein! 

Keine Angst?!

Warum es die Hornisse in einigen Bundesländern wieder von der Roten Liste geschafft hat, darüber sind die Gründe unklar. Freuen wir uns einfach.


Freuen können sich allerdings nur wenige. Denn Hornissen wirken bedrohlich. Aber wenn man dem Nest nicht zu nahe kommt, ist äußerst selten etwas von ihr zu befürchten. Am Kaffeetisch werden sie von ihr in Ruhe gelassen. Sollten allerdings gerade die Deutsche oder die Gemeine Wespe ihren Kuchen verspeisen, könnte die Hornisse diese als leichte Beute fangen, wegschleppen, zerlegen und ins Nest schleppen. Mahlzeit allerseits!

Dank an Jack Simon für das Bild. Er hat dieser Hornissenkönigin unerschrocken in die Augen gesehen (am 29. April).

Clevere Natur

„(F)Alter, was guckst mit Deinem Ochsenauge“ möchte man zu dem Ochsenaugenfalter sagen. Ob das nun das Kleine oder das Große Ochsenauge ist, ich weiß es nicht. 

Spannend: Er macht oft im Sommer ein Monat Pause und ruht sich im Schatten aus. Da kann man sich mal ein Beispiel nehmen. 

Er mag die Klette. Ich hänge auch an der Klette, manchmal und ungewollt. Auch an einem Hund blieb die immer hängen. Sein Herrchen, ein schweizer Ingenieur, untersuchte die Kletten und erfand als zweiter (die Natur hatte ihn ja schon erfunden) den Klettverschluss. Und meldete es 1951 zum Patent an. Ganz schön schlau die Natur! Na, und die Schweizer :-)) 

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Wer wartet am Weg?

Was für ein tolles Blau! Die Wegwarte hat für viele Mythen gesorgt. Seltene weißen Blüten sollen verwunschene gute, die blauen schlechte Menschen gewesen sein.

Zauberkraft soll sie haben: Sie mache unverwundbar, helfe gegen Blitzeinschlag, man könne mit ihr Menschen für sich gewinnen. Sapperlot! So viele Geschichten um eine Pflanze, die man kaum beachtet.

Abenteuerlich lesen sich die Heilwirkungen. Sie soll gegen fast alles helfen: Ekzeme, bei Leber-, Galle-, Milz-, Nieren-, Magen-, Haut-Erkrankungen, Rotlauf, Fieber, Gelbsucht, Gicht und wer weiß was noch. Uiuiui!

Wenn Kaffee knapp war, diente sie als Kaffeeersatz. Wurzel rösten, mahlen, fertig war das Kaffeepulver für den „Blümchen-Kaffee“ oder „Muckefuck“! Trotz aller Verwendungsmöglichkeiten kann man die Wegwarte aber auch einfach stehen (und warten) lassen.

Den Tiger am Bein

Vielleicht imponiert Sie das nicht. Aber ich finde mich schon ziemlich cool. Da kriecht ein giftiges Tier, das das Wort Tiger oder Bär in seinem Namen trägt, an mir herum. Echt Beinhart! Am behaarten Bein! Und ich halte Ruhe! Und den Umstehenden einen Vortrag:


„Die Tigermotte ist ein Nachtfalter. Er wird auch Breitflügeliger Fleckleibbär genannt. Auch Holunderbär oder Minzenbär.  Trotz dieser Raubtiernamen droht Ihnen erst mal keine Gefahr. Aber Vorsicht, meine Damen, meine Herren, dieser Schmetterling ist giftig. Vögel, die ihn fressen wollen, spucken ihn wieder aus und fressen ihn nie, nie, niemehr!“


Schweigen um mich. Ohne falsche Bescheidenheit: Ich kann halt gut mit wilden Tieren!