Alle Beiträge von Karlheinz Endres

Barbarakraut und Sandbiene

Die Grauschwarze Düstersandbiene scheint das Barbarakraut zu mögen. Ich ja auch. Optisch! Vielleicht sollte ich die Pflanze aber auch noch geschmacksmäßig testen. Das hätte ich allerdings bei dem zweijährigen Kraut im Vorjahr tun sollen, die würzig bis pfeffrigen Blätter der Grundrosette als Salat oder Gemüse.
 
Die Pflanze ist der Hl. Barbara gewidmet. Deren Vater hatte sie enthauptet, weil sie Christin wurde. Der Himmel strafte das direkt ab und ein Blitz erschlug den Vater. Gut so! Drum ist die Heilige auch Patronin gegen plötzlichen Tod (Bergleute, Militär).
 
Ein Barbarazweig (vom Obstbaum oder der Birke), am Todestag der Heiligen (4.12.) im Zimmer in eine Vase gestellt, erblüht an Weihnachten. Habe ich selbst schon getestet!

Nachtigall, ich hör Dir trapsen!

Mal krächzend, mal knarrend sei der Gesang! Nein, ich rede (schreibe) nicht von dem Sänger Tom Waits. Nee nee, so wird der Gesang der Nachtigall u.a. beschrieben. Aber das trifft es natürlich nicht, der Ruf ist bei jeder ihrer bis zu 260 Strophen anders! Und meist melodisch! Jede Strophe ist 2 – 4 Sekunden lang. Und wie noch? Leiser Anfang, harmonisch, rhythmisch, hinreißend, weich, wehmütig, ratternd, schnarrend, klar, schluchzend. 
So, jetzt wissen Sie es, wie der unscheinbare Vogel pfeift! Das tolle Bild ist von Gisela Wolff, aufgenommen in Wildgrabental. Vielen Dank! 
Überraschenderweise habe ich seit dem 25.4.2024 auch in unserem Schaugarten immer wieder eine Nachtigall gesehen und mit Verzückung gehört! Mit all den beschriebenen Eigenschaften! Diese Vielfalt, das macht ihr niemand nach!

Prandium ac laboris

Frühstück und Arbeit, so etwa könnte der Titel für den Arbeitseinsatz am 12.5.2024 gewesen sein. Eine gute Mischung! 

Musikalisch Unterhaltung gab es wieder einmal durch die Nachtigall. Da kann man nicht meckern! Und nach dem Pflegeeinsatz sah der Schaugarten wieder „schnieke“ aus!

Die Tonaufnahme ist nachts zuvor im Schaugarten gemacht worden.

Ratsame Radtour

Der BUND Mainz lud am Mittwoch, 8. Mai zu einer ökologischen Feierabend-Radtour durch die Oberstadt ein. Vom Gautor startete eine etwa zweistündige Radtour über den Grüngürtel, Volkspark und Bretzenheimer Weg zu unserem Naturschaugarten in Bretzenheim. Unterwegs wurden an verschiedenen Stationen ökologische Themen wie Radfahren ohne Mischverkehr, Stadtklima und Biodiversität angesprochen.

Wir freuten uns natürlich, dass im NaSchau die  informative Radtour ihren Abschluss fand. Die Tour ist ausführlich hier beschrieben.

Kaulquappen schnappen?

Um den Fortbestand von Amphibien steht es schlecht, auch wenn man sie mitunter massenhaft erlebt.
 
Jack Simon hat dieses eindrucksvolle Bild gemacht. Es sind m.A. Kaulquappen des Laubfrosches, erkennbar an den goldenen Tüpfeln. Besonders spannend: eine hat ein spiraliges Muster. Es ist ihr Darm, den man durch die dünne Haut sieht.
 
Wissenschaftler nutzten jetzt diese Durchsichtigkeit zu einem Versuch: Sie spritzen den Tieren Algen ins Herz, dadurch verbreiteten sich die Algen in den Körpern. Dann setzte man die Tiere in O2-armes beleuchtetes Wasser. Plötzlich erhielten diese Tiere ihren Sauerstoff über Photosynthese! Aber erlosch das Licht, war das das Ende dieser Wesen gewesen. Mir geht ein Licht auf: Man sollte das vielleicht doch besser lassen!