Arbeitskreis Naturnahes Grün

Mitglied in der Lokalen AGENDA Mainz

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  • Naturschaugarten Lindenmühle in Mainz
  • Ein Artenschutzprojekt
  • von Bürgern für Bürger

Der Grünling – ein Portrait

Er kann es einfach nicht verbergen: seine Leidenschaft für Wildrosen. Wenn er über die erzählt, dann strahlt er. Und er findet als Naturgartenplaner leicht Menschen, die sich von seiner Begeisterung anstecken lassen.
 
Seine Firma heißt Grünling. Und der Grünling (Grünfink) teilt mit Gerold Baring Liegnitz die gleiche Begeisterung für heimische Wildrosen, der Vogel allerdings mehr für die leckeren Hagebutten. 
Sein Nest kann auch mal in einer dichtgewachsenen Wildrose sein. Vorteil: Da ist es nicht weit vom Schlafzimmer bis zum Esszimmer. Das gilt zumindest für den Grünling, gemeint ist der Vogel.
Wildrosenpflanzung auf der Margaretenwiese
Der eine Grünling sorgt also irgendwie für den anderen Grünling. Und nicht nur das. Gerold ist für mich ein bewundernswerter Artenschützer, der die Zusammenhänge versteht und erklären kann. Und wunderbare naturnahe Flächen und Gärten schafft. Miterleben konnte ich das bei einer Rosenpflanzung auf der Margaretenwiese in Mainz Lerchenberg. Dort ist zudem noch die Stiftung „Wald zum Leben“ sehr aktiv. Die Flächen in der Gegend ist ideal für Grünlinge aller Arten!
 
 

Mispel

Ich gestehe: Obwohl bei uns in der Urobsthecke im Schaugarten eine Mispel wohnt, weiß ich nicht wie die schmeckt. Angenehm süß-säuerlich soll die Frucht schmecken, so pfirsichig – aprikosig, wenn es das Wort überhaupt gibt. Jetzt, wo ich das gelesen habe, will ich das unbedingt mal ausgiebig verifizieren, auch wenn die Saarländer Mispeln als „Hundärsch“ titulieren. Hundsgemein finde ich das! Obwohl, wenn man die Frucht ansieht, könnte da eine Ähnlichkeit sein, aber da fehlt mir jetzt ein Hund zum Vergleich. Liebe Leser und Hundebesitzer, sieht Ihr Hund, von hinten betrachtete, zufällig wie eine Mispel aus? Ihre Zuschriften könnten diese Frage klären!

Obskures Insekt

Ophion obscuratus ist mir obskur. Wie kann man denn so eine schmale Taille haben! Und das ohne Korsett! Kommt sicher davon, weil sie sich nur von Nektar ernährt. Und dann dieser Schlafzimmerblick! Dadurch, dass die schwarzen Augen hinten weiß eingerahmt sind, wirkt das einfach krass. Naja, sie ist halt nachtaktiv, die Schlupfwespe. Da schaut man eben anders aus der Wäsche.
 
Sie ist auch sonst obskur, denn sie legt in bestimmte Raupenarten jeweils ein Ei, die Larve schlüpft und wächst im „Wirt“ heran, bis der irgendwann schlapp macht. Das hat mich und gar schon Aristoteles so sehr beschäftigt, sodass wir beide über das Unbeschreibliche schrieben. Er war allerdings früher dran.

Dracula unterwegs?

Meine erste Begegnung mit der Nosferatu-Spinne und meine natürlich nicht ernst zu nehmende Geschichte:
 
Ich glaub‘, ich spinne! Die Nosferatu-Spinne in der Nähe des Naturschaugarten! Eltern, holt die Kinder von der Straße! Schließt sie ein! Vernagelt die Türen!
 
Wie mich die Maske des Vampirs Nosferatu auf dem Körpervorderteil der Spinne so anstarrte! Ich starrte zurück und erstarrte.
 
Schon als Klaus Kinski 1979 Nosferatu spielte, war das schrecklich. Und um so schrecklicher, da Kinski ja schon schrecklich aussah. Als ich mir das alles klar machte, fand ich die Spinne gar nicht mehr so schlimm.
 
Vor 20 Jahren war die Nosferatu-Spinne noch im Mittelmeerraum, aber nach und nach reiste sie nach Deutschland. Nosferatu reiste übrigens von Rumänien über Wismar ein. Ein Hallo an die beiden!