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Eine Blume (nicht nur) für die Nacht!

Sie ist ein wahrer „Hingucker“, die ungewöhnliche „Gewöhnliche Nachtviole“! Eigentlich ist sie ja eine Giftpflanze, aber „sparsam verwendet können jedoch einige Teile der Pflanze verzehrt werden.“ sagt Wikipedia. Es geht nichts über exakte Hinweise!!!

32 Wildbienenarten und viele nachtaktive Schmetterlinge haben zur Giftigkeit eine andere Meinung und holen sich Nektar oder Pollen von diesen beliebten Zierpflanzen.

Abends und die ganze Nacht würden sie nach intensiv nach Veilchen duften. Ich sollte mir eigentlich einmal dieses olfaktorische Erlebnis in meinem eigenen Garten gönnen.  Da stehen nämlich welche, wenn auch nicht im Schaugarten.

Aber ich bin zu faul dazu. Vielleicht morgen! Die duftenden Nachtviolen in meinem Garten werden dann ja auch noch da sein und sich schon nicht „verduften“!

Doppelt Glück?

Juhu! Ich habe wieder mal eine mir nicht bekannte Insektenart im Naturschaugarten entdeckt: den Vierzehntropfigen Marienkäfer! Ein Glücksfall, würde ich meinen, denn der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ja DER Glückskäfer schlechthin. Und mit einer einfachen WENN/DANN Formel muss dann logischerweise der Vierzehntropfige Marienkäfer doppelt so viel Glück bringen. Drum glaube ich, dass es an der Zeit ist, den Kleinen ganz groß rauszubringen!

Ein Rätsel für Sie. Sie bekommen bei der richtigen Antwort 14 Punkte von mir: Ist Ihnen am Käfer etwas aufgefallen? Richtig! Er hat (neben dem Sechzehnpunkt-Marienkäfer) als einziger weiße Punkte!

Entdeckt habe ich den kleinen Kerl im Haselnussstrauch. Der gefräßige Blattlaus- und Blattflöhe vertilgende Nützling ist zum Glück nicht selten. Drum freue ich mich auf ein mögliches Wiedersehen!

The winner is …

Ich weiß nicht, wie ich ihm das beibringen soll. Diese Ehrung! Gartentier der Jahres! Das hätte sich das Eichhörnchen nicht träumen lassen. Sicher das sicher nicht!

Noch gestern hat es mich so fragend angesehen, aus dem Nistkasten auf meiner Veranda. Der Kasten war allerdings für Halbhöhlenbrüter. Das Eichhörnchen zählt sicher nicht dazu.

Lt. Sielmann-Stiftung hat der Preisträger 34% der Stimmen erhalten, deutlich vor der Blaumeise und dem Großen Abendsegler. Ich persönlich halte das Eichhörnchen allerdings für übergriffig. Es pflanzt mir von irgendwo hergeschleppte Nüsse in meinen Garten, verändert dadurch einfach ungefragt mein Pflanzkonzept. Und beobachtet mich von seiner Warte wie ein Spion. Ich meine auch missbilligende Blicke zu ernten, wenn die Marmelade mal ein bisschen dicker auf meinem Frühstücksbrot landet. Vielleicht rufe ich die Stiftung an, ob auf Grund dieser Tatsachen der Preis gerechtfertigt ist.

Ach was, ich lass das, ist ja auch meist ein süßes  Kerlchen!

Noch ein Frühblüher

Märchenhaft! Gab es nicht auch ein Märchen dazu: Die Prinzessin auf der Frühlings-Platterbse? Oder ging die Geschichte anders(en)?

Egal! Auf jeden Fall schafft die Pflanze viel Freude beim Betrachter. Und noch mehr bei den Insekten. 62, sage und schreibe zweiundsechzig Wildbienenarten holen sich bei dem Frühblüher Nektar und Pollen.

Nicht leicht ist es, an die Nahrung zu kommen. Das schaffen nur kräftige Insekten. Die Dunkle Erdhummel hilft sich mit einem Trick: Sie knabbert die Blüten seitlich auf! Clever!

Die Pflanze mag es halbschattig, wird bis 40 cm hoch und blüht von April bis Mai. Diese zarte Pflanze ist robust, ihre Wurzeln schaffen es bis 1m in die Tiefe. Und sie ist mehrjährig.

„Stinkt“ ihm das?

Wie würden Sie reagieren, würde man Sie Knoblauchschwindling oder Bitterer Schleimkopf nennen (beides sind Pilze)? Oder Fetthenne oder Ochsenzunge (Pflanzen)? Lauter schlimme Namen!

Stinkender Nieswurz zu heißen, das ist sicher auch nicht einfach. Aber es stimmt schon: Die Blätter riechen etwas unangenehm. Doch die Blüten „duften“!

Früher hatte man die Wurzeln ausgegraben, getrocknet und gemahlen, um Niespulver daraus zu machen. Als Scherzmittel war das Pulver beliebt. Auch versuchte man damit Leute aus einer Ohnmacht zu holen, was manchmal gelang, aber dann zu Vergiftungserscheinungen führen konnte, denn alles an diesem Nieswurz ist giftig. Naja, nicht für alle Spezies. Bienen und Hummeln bietet er Pollen und Nektar.

Dieser Nieswurz ist besonders geschützt. Er darf der Natur nicht entnommen werden. Aber Naturgärtnereien bieten ihn an. Und in Ihrem Garten gepflanzt bekommen Sie Hilfe durch Ameisen. Die pflanzen ihn neu, denn sie verschleppen die Samen. Man sollte sie dafür loben!