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„Stinkt“ ihm das?

Wie würden Sie reagieren, würde man Sie Knoblauchschwindling oder Bitterer Schleimkopf nennen (beides sind Pilze)? Oder Fetthenne oder Ochsenzunge (Pflanzen)? Lauter schlimme Namen!

Stinkender Nieswurz zu heißen, das ist sicher auch nicht einfach. Aber es stimmt schon: Die Blätter riechen etwas unangenehm. Doch die Blüten „duften“!

Früher hatte man die Wurzeln ausgegraben, getrocknet und gemahlen, um Niespulver daraus zu machen. Als Scherzmittel war das Pulver beliebt. Auch versuchte man damit Leute aus einer Ohnmacht zu holen, was manchmal gelang, aber dann zu Vergiftungserscheinungen führen konnte, denn alles an diesem Nieswurz ist giftig. Naja, nicht für alle Spezies. Bienen und Hummeln bietet er Pollen und Nektar.

Dieser Nieswurz ist besonders geschützt. Er darf der Natur nicht entnommen werden. Aber Naturgärtnereien bieten ihn an. Und in Ihrem Garten gepflanzt bekommen Sie Hilfe durch Ameisen. Die pflanzen ihn neu, denn sie verschleppen die Samen. Man sollte sie dafür loben!

Was wächst da?

Eine wunderschöne Pflanze, die Sumpf-Dotterblume. Warum unsere im NaSchau verschwunden ist? Ich vermute, dass der Teich zu lange trockenfiel. Sehr schade. 


Die Blüten werden von vielen Insekten bestäubt. Oder durch Regen! Ein toller Trick, da sich dann die Blüten mit Wasser füllen und die Pollen landen so auf der Narbe. 


Man kann sich gut vorstellen, dass das satte Gelb der Blüten früher zum Färben der Butter verwendet wurde. Die Engländer färbten gar damit ihren Landwein, die Spanier nahmen die Blätter für den Salat. Und die Deutschen? Sie nahmen die Knospen als Kapernersatz. Und das, obwohl die Pflanze giftig ist. Jede Kuh dagegen lässt die Finger (das Maul) davon. Da sagt man doch zu Unrecht: Blöde Kuh.