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Interview einer Zikade

Dass es schier Unglaubliches in der Natur gibt, ist mir bekannt. Das wurde mir wieder einmal sehr deutlich nach einem Austausch mit einem Insekt. Aber lesen Sie selbst!

Ich: „Frau Issus Coleoptratus, sind Sie echt eine Echte Käferzikade?“ Frau I.: „Das ist jetzt mal echt eine echt unnötige Frage! Wer sollte ich den sonst sein, eine gefälschte!!!“ Ich (räusper): „Tschuldigung! Hab mir Sie halt größer vorgestellt! Nicht nur 7 mm!“ Frau I.: „Wahre Größe, junger Mann, zeigt sich NICHT in cm!“ Ich: „OK, sorry. Ähm, Coleoptratus heißt übersetzt Käfer. Sind Sie einer?“ Frau I.: „Eine! Gendern Sie richtig!“ Ich: „Und? Sind Sie?“ Frau I.: „Nee, ich bin was Besseres! Olympionikin! Hochsprung! Ohne falsche Bescheidenheit: Ich springe 100x so hoch wie ich groß bin! Aus dem Stand!“ Ich: „Wow, da müsste ich ja, da müsste ich ja, warten Sie, …. 184 m hoch springen!“ Frau I: „Also, junger Mann, sehen Sie! Wie war das noch gleich mit der wahren Größe? Aber genug über mich, ich bin nämlich auf dem Sprung!“ Spach’s und katapultierte sich hinweg.

Nach dieser Erfahrung lasse ich bei meiner Sportübung gerne ein paar Hüpfübungen weg. Hat ja doch nicht viel Sinn!

Beinwell

Well, well, well, it’s the realy Beinwell. Der echte Beinwell! Ich finde ihn wunderschön. Und er soll als Heilpflanze bei Knochenbrüchen, Wunden und Verletzungen von Bändern und Sehnen helfen. Das ist viel dem Allantoin in den Extrakten zu verdanken. Besonders soll die Pflanze bei stumpfen Traumen helfen. Stumpfe Traumen, der Begriff taucht häuft im Krimis auf. Da hilft die Pflanze aber nicht meist mehr, weil der Pathologe den Begriff verwendet!

Der Pathologe kommt auch manchmal zum Einsatz, wenn die Pflanze in hoher Dosierung verwendet wird, denn dann kann es der Leber schaden oder Krebs auslösen. Die Dosis macht also wieder mal das Gift. Das stimme, sagt der Pathologe, da könne man Gift drauf nehmen.

In unserem Naturschaugarten hab ich ihn noch nicht entdeckt. Vielleicht auch besser so. Denn bei bestimmten Böden kann er sich auch mal leicht „ungezügelt“ verbreiten.

Rotblättrige Traubenkirsche – Schööön!

Ein richtiger „Hingucker“ ist die Rotblättrige Traubenkirsche im Naturschaugarten, jetzt wo sie blüht. Hellrosa! Und im Herbst punktet sie mit gelbroten Blättern.
Nicht nur die Farbe sondern auch ein toller Duft lockt viele Bienen an. Leider bin ich olfaktorisch nicht sehr versiert. Sonst würde ich auch mal im Winter an der Rinde den Geruch von Bittermandeln wahrnehmen.
 
Ich, Bienen und Vögel mögen den Baum. Auch die Raupen des sehr seltenen Birkenzipfelfalters brauchen z.B. diese Blätter. Und die Früchte werden von Grasmücken, Rotschwänzchen, Elstern und Drosseln gefressen. Wäre diese Pflanze nicht auch was für Ihren Garten?

Ohne Moos nichts los!

Dieses Moos wächst leider nicht im Naturschaugarten. Es braucht saure feuchte Böden, meist in Nadelwäldern. Doch es ist so schön, dass es ein Geschichtchen von mir wert ist. Nun denn:

Wenn man Frauenhaar-Moos aus der Nähe fotografiert, sieht das wunderschön aus. Fast so, als flöge man über eine Palmenplantage!
Es erinnert aber eigentlich nicht an Frauenhaar. Und eigentlich heißt die Pflanze sogar „Goldenes“ Frauenhaarmoos. Das kann man erst nachvollziehen, wenn dieses Moos erblüht, denn dann sind die Sporenkapseln gelb- bis rotbraun gefärbt.
Das Moos ist sooo weich, man möchte sich darauf legen. Bären machen das wohl, sie polstern ihren Bau damit aus. Die Finnen behaupten das zumindest. Ich möchte Ihnen mit dieser Aussage also keinen Bären aufbinden. 
Das Moos nennt man auch Haarmützenmoos. Aber wenn ich dazu etwas ableiten wollte, das würden Sie mir dann doch nicht abkaufen!

Aktiv im NaSchau! Sa.15.4.2023

Wir hatte wieder einen Arbeitseinsatz im NaSchau. Die Trockenmauern wurden von zu üppigem Bewuchs zu befreien, damit sich die Steine genug aufwärmen können, denn das mögen unsere Mauereidechsen. Obwohl: Im Moment ist ja kaum ein Sonnenbad möglich.

Außerdem wurde der Sandhügel teilweise von Pfeilkresse, Kletten-Labkraut, armenischer Brombeere und anderen häufigen Beikräutern befreit, damit Wildbienen und Grabwespen dort nisten können.

Auch einige Gehölze wurden etwas zurück genommen, dort wo sie uns wichtige Pflanzen wie Geißklee und Ginster überwucherten.

Es war ein herrlicher Tag und ein tolles Miteinander. Artenschutz macht Spaß!

(Archivbild)