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Schwärmen für Schwärmer

Die Größe der Raupe des Windenschwärmers raubt uns den Atem. Sie ist mit 12 cm eine der größten Mitteleuropas. Mitte Oktober bremste sie unsere Radtour im Elsass ab, beinahe hätten wir sie überfahren. Aber, wie ich aus Berichten erfahre, hat sie kaum Chance, den Witter zu überstehen, zu spät verpuppt sie sich in einem hühnereigroßen Loch, das sie gräbt. Wie traurig!

Diese Schmetterlingsart fliegt im Sommer aus dem Mittelmeerraum oder gar aus Afrika zu uns. Sie können Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h erreichen, im Schnitt aber etwa 50 km/h. Beachtlich!

Der Nachtfalter ernährt sich vom Nektar vieler Blüten. Die Raupen bevorzugen  Windenarten. Wenn sie sich früh verpuppen und überleben, dann können als Falter über die Alpen in der Süden fliegen. Dann drücke ich mal die Daumen!

Was für ein Untier?

Diese Raupe raubt den Atem. Man denkt, man habe eine kleine Schlange mit großen Augen vor sich. Haha! Augen! Guter Trick! Die sind nur täuschend gut gemacht. Danke, liebe Evolution!

Nun ist das Insekt ohnehin kein Tier, das man streicheln möchte. Aber, was dazu kommt, ist, dass die Raupe des Mittleren Weinschwärmers bei Bedrohung schlangenartige Bewegungen machen kann. Das soll Feinde abschrecken oder gar vertreiben können. Da die Feinde auch Füchse oder Dachse sein können, würde mich interessiert, ob die sich beeindrucken lassen. Bei Vögeln weiß man auf jeden Fall, dass der Trick funktioniert.

Wenn die Tricks klappen und sonst nichts dazwischen kommt, schlüpft nach einer Verpuppung über den Winter ein wunderschöner Nachtfalter. Ich schwärme für diesen Schwärmer!
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