Kategoriearchiv: Allgemein

Ja was ist denn das?

Vor einem Schloss in Hessen hatten sie sich versammelt, seltsame Gestalten mit glockenförmigen Hüten. Mysteriös. In einer solchen Anzahl waren sie mir noch nie aufgefallen. Auffallend.

 
Es waren Schopf-Tintlinge – köstliche Speisepilze, wenn man sie jung isst. Also, um richtig zu stellen: Nicht der Esser muss jung sein! 

Aber man lernt auch schnell etwas zu diesen Pilzen dazu: Alte Pilze zerfließen zu einer tintenähnlichen Flüssigkeit. Spannend bis unheimlich. Aber das ist so ihre Art, die Sporen zu verbreiten. 


Der Pilz kann übrigens Fadenwürmer killen. Er lähmt sie und verdaut sie dann. Mahlzeit! 

Diesen Pilz haben wir (noch) nicht im Schaugarten entdeckt. Aber, wer weiß. Vielleicht lässt er sich mal blicken. Naja, es gibt auch sonst viel zu entdecken, im NaSchau. Na, schauen Sie mal selbst!

Ja, was ist denn das?

Ist er das, der Knoblauch- Schwindling (der vordere)? Ich bin mir nicht sicher.

Wenn ja, dann würde beim Anblick bestimmt das Herz eines Franzosen beim Pilzesuchen höher schlagen. Und das nicht als vorgezogenes Zeichen einer Vergiftung. Er würde so etwas wie „Mon petit Mousseron!“ flüstern, sich an den nach Knoblauch riechenden Ausdünstungen erfreuen und ihn stolz nach Hause tragen. Er ist, wenn man ihn isst, ein hervorragender Würzpilz. Selbst getrocknet „duftet er weiter. Aber, tatatata, der Gourmet duftet nach dem Genuss nicht nach Knobi oder diesem Pilz. Das macht ihn verträglicher, den Gourmet. Der Pilz soll übrigens teurer sein wie Trüffel. „Quelle Joie!“ und „Bon Appétit! “ 

Na, ich will den Naturschaugarten nicht mit „falschen Federn“ schmücken, den Pilz gibt es dort nicht. Er mag Buchenwälder. Aber spannend finde ich ihn. So spannend, wie all die vielen kleinen Wunder im Schaugarten.

Ein neues Jahr – und hoffentlich viel Schönes

Der Arbeitskreis Naturnahes Grün wünscht Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr.

Für mich hat Natur immer etwas Tröstliches. Ich weiß für mich, dass ich mit ihr besser ab- oder umschalten kann. Vielleicht geht Ihnen das auch so.

Man möchte den ganzen Nöten und Sorgen entfliehen. Da kann Natur manchmal helfen. Und vielleicht helfen ja auch unsere Beiträge, interessieren Sie und zaubern Ihnen auch mal ein Grinsen ins Gesicht.

Einem spannenden Thema möchten wir uns zum Jahresanfang widmen: den Pilzen. Pilze sind weder Tier noch Pflanze, eher etwas dazwischen. Ihnen gelten die ersten Beiträge bis in den Februar hinein.

Danach wird der Jahresschwerpunkt Pflanzen im Naturschaugarten sein. Viel Spaß damit.

Waldohreulen

So schaut nur jemand, der Nachtschicht hatte. Ich kenne das. Von meinem Spiegelbild. Augen schmal, man plustert sich auf, weil man müde und wärmebedürftig ist. Eben wie diese Waldohreule.


Überrascht ist man schon, so einen Vogel zu sehen. Dass aber auf dem Baum in einem Bretzenheimer Garten gleich fünf dieser imposanten Vögel saßen, das ließ mich den ganzen Tag nicht mehr los. Jetzt zu erklären, dass Eulen nachtaktiv (anders als ich) sind, diese Anmerkung wäre Eulen nach Athen getragen.

So eine Eule wird übrigens bis zu 28 Jahre alt. Wahrscheinlich würde sie noch älter, aber, haha, wenn man sich nachts auch so viel rumtreibt!

Noch was Spannendes: Im Winter finden sich mitunter umfangreiche Schlafgemeinschaften (anders als bei mir) zusammen, man hat bis zu 200 dieser Eulen zusammen tagsüber nächtigen gesehen. Die ausgewählten Schlafbäume werden mitunter gar Jahrzehnte genutzt. Da hab´ ich ja gute Chancen, ein besseres Bild zu machen. Ich sag`s nur, damit Sie darüber im Bilde sind.

Mit Verlaub: wohin mit dem Laub?

„Blätterfall, Blätterfall – bunte Blätter überall“, singen Kinder in diesen Tagen. Der Herbst ist da und breitet einen farbenfrohen Blätter­teppich auf unseren Straßen, Wegen und Grünflächen aus.

Aber nicht überall können und sollen die bunten Blätter liegenblei­ben. Gehwege zum Beispiel müssen davon befreit werden, damit niemand ausrutscht. Um es sich möglichst leicht zu machen, greifen Grünflächenamt und Grundstückbesitzer dafür gern zu motorisierten Laubbläsern beziehungsweise Laubsaugern. Doch damit schaden sie der Umwelt und ihrer eigenen Gesundheit.

Laubsauger sind laut und verschmutzen unsere Luft

Diese Geräte haben oft einen Schallpegel von über 100 Dezibel, das ist ungefähr so laut wie ein Presslufthammer. Dieser Lärm belästigt nicht nur menschliche und tierische Nachbarn, sondern schädigt auch die Gesundheit der Person, die das Gerät benutzt. Laubbläser oder Laubsauger mit Verbrennungsmotor stoßen zudem Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus, die unsere Luft verschmutzen.

Laubsauger schaden der Bodenbiologie

Und nicht nur das. Auch die Bodenbiologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt. Die Geräte saugen ja nicht nur die welken Blättern auf. Auch die für den Boden wichtigen Kleintiere wie Spinnen und Insekten geraten in den Sog. Sie werden gehäckselt und getötet. Pflanzensamen werden zerstört. Wenn Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, bilden sich weder Humus noch Nährstoffe. Am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren so Nahrung und Lebensraum. Und der Boden wird einer Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt.

Bis auf Bequemlichkeit bringen Laubbläser und Laubsauger also nur Nachteile mit sich. Der BUND rät daher dringend, zu Rechen und Harke zu greifen. Sie kommen ganz ohne schädliche Abgase aus, machen keinen Lärm und lassen die Natur am Leben. Und ganz nebenbei tut der Mensch auch etwas für seine Gesundheit: Er bewegt sich mehr.

Quelle: BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)