Alle Beiträge von Karlheinz Endres

Tisch im Garten – eine Einladung

Sie sind am Naturschaugarten interessiert? Haben Interesse an der Vielfalt heimischer Pflanzen? Dann kommen Sie doch vorbei, am 11.06.2012, wie jeden 2. Freitag im Monat sind wir von 15 – 17:30 Uhr für Sie da!

Sie finden einen Ansprechpartner unseres Arbeitskreises im Naturschaugarten. Vielleicht sitzt der an einem Tisch und genießt den Schaugarten, vielleicht ist er irgendetwas am Werkeln. Wir sind uns sicher, Sie entdecken ihn. Sie oder er steht Ihnen für Fragen zur Verfügung. Das geht auch in Corona-Zeiten. Mit Abstand und Anstand. Lieben Gruß!

Weitere Termine für Tisch im Garten 2021:

  • Fr. 9. Juli, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 13. August, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 10. September, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 8. Oktober, 15 – 17:30 Uhr
  • Fr. 12. November, 15 – 17:30 Uhr

Was wächst da?

Warum heißt der Natternkopf Natternkopf? Sie haben es sicher erraten. Richtig, die Blüte dieser wunderschönen Pflanze soll an den Kopf einer Natter erinnern. Und die gespaltenen Staubblätter sehen so ein bisschen wie die Natternzunge aus.


Der Natternkopf ist ein wahrer Insektenmagnet. Richtig richtig viele Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und über 40 Schmetterlingsarten werden von der blauen Blütenpracht angelockt. Ein Flugverkehr wie am Frankfurter Flughafen! Schaut man genauer hin, kann man mitunter die sehr kleinen graublauen Pollen sehen, die weggeschleppt werden.


Die Blütezeit ist superlange, vom Mai bis Oktober. Gehen Sie mal an einem warmen Tag um 15 Uhr vor einem Natterkopf in die Hocke. Saaaagenhaft. Es gibt sogar eine Wildbienenart, die sehr auf dieses „blaue Wunder“ angewiesen ist: die Natternkopf- Mauerbiene. Auf meinem Bild, das müssten die Weibchen dieser Art sein.
Warum gerade um 15 Uhr? Das weiß ich auch nicht, möglicherweise ist da so eine Art „Teatime“, halt ohne Tee. Aber wie auch immer, es stimmt, um diese Zeit, da trifft sich was, da trifft es sich gut, wenn Sie dabei sind. Fotoapparat nicht vergessen!

Was wächst da?

Leider hatte ich nie Latein und bin so oft schnell mit meinem Latein an Ende. Allerdings ist Osterluzei ursprünglich griechisch und bedeutet “bestes Gebären”, denn lt. Plinius und Dioskurides soll die Pflanze bei der Nachgeburt helfen.

Wobei wir ‘beinahe’ bei der Befruchtung sind. Da hat nämlich die Osterluzei einen besonderen Trick: Die “Gleitfallenblume” lockt mit einem etwas fauligen Geruch Insekten in ihren Blütenkessel, dem die Tiere erst nach der Bestäubung entrinnen können. Das hätte ich der Pflanze nicht zugetraut. Und da bekommt der Begriff “reingefallen” auch eine klarere Bedeutung. 


(Im Naturschaugarten wächst sie im Apothekerpflanzenbeet und blüht von Mai bis Juni.)

Klein, aber fein!

Ist das eine männliche Bärtige Sandbiene? Oder die Weiden-Sandbiene? Es gibt bestimmt bestimmte Leute, die das bestimmen können. Ich aber bestimmt nicht.

Wenigstens konnte ich die Sandbiene gut fotografieren. Was ja nicht leicht ist, die war ja noch unruhiger wie ich. Wie schafft es bloß die Bärtige Sandbiene, wie schwimmend im Sand zu verschwinden und einen Gang für den Nachwuchs zu graben? Und wie findet sie das Nest wieder, obwohl an der Oberfläche kein Eingang zu sehen ist? Vielleicht betrachte ich das aber auch zu oberflächlich. 

13.4. Ehrentag der Pflanze

Heute ist der Ehrentag der Pflanze. Der Tag soll das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Pflanzen für unser Leben deutlich machen. Und wie begehe ich nun diesen Tag? Ich werde einfach genauer hinschauen, z.B. im Naturschaugarten, aus dem auch die Bilder in der Collage sind. Ich fände es schön, wenn man den Tag nutzen würde, um etwas für die heimische Vielfalt zu tun. Drum werde ich der Nachbarin auch noch heimlich ein Lungenkraut in den Garten setzen. Die wird sich freuen, wenn das blüht!

Heute ist übrigens auch Scrabble-Tag. Mein Tipp: mit lateinischen Pflanzennamen macht man irre viel Punkte. Z.B. Symphytum offizinale (Beinwell) und Thalictrum aquilegifolium ( Akeleiblättrige Weisenraute). Mehr Namen unter unserer Datenbank für Heimische Pflanzen. Viel Spaß beim Scrabble!