Ich mag sie, auch wenn sie manchmal aufdringlich wird. Um jedes Missverständnis vorzubeugen: Ich meine damit nicht eine weibliche Person, sondern eine Zaunrübe in meinem Garten. Die wuchert mir jedes Jahr quer durch mein Wildpflanzenbeet. Das wird mir dann doch zu viel und ich entferne einige der bis zu 4 m langen Ranken, vorsichtig, mit langen Ärmeln und Handschuhen bewaffnet, denn die Pflanze ist ziemlich giftig. Und die später entstehenden Beeren sind es auch. Also aufgepasst!
An den restlichen geduldeten Trieben entstehen ab etwa April kleine schöne Blüten, von deren Nektar und Pollen sich die Zaunrüben-Sandbiene ernährt. Ausschließlich! Ohne diese Pflanze gibt es auch diese Wildbienenart nicht mehr!
Ich vermute eine sehr große Wurzel in Boden, sie kann mehrere Kilogramm schwer werden. Aber gut, ich komme, abgesehen von ein paar Eingriffen, mit der Giftpflanze klar, freue mich gar über die schönen, aber giftigen Beeren. Die können nur die Vögel unbeschadet genießen, für Menschen können sie tödlich sein. In einem Garten, den Kinder nutzen, sollte die Pflanze besser nicht wachsen. Für die Natur und die Vielfalt ist sie aber wichtig.