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Auge in Auge mit dem „Wolf“

Auge in Auge mit einem Wolf. Wer kann sich außer mir damit rühmen!? Mein Wolf hatte sogar fünf Augen. Etwas schmälert allerdings meinen Ruf: Der Wolf war der Bienenwolf.

Trotzdem! Diese Wespenart ist und bleibt gefährlich, wenn auch nur für Honigbienen. Sie überfällt diese immer beim Blütenbesuch, nie im Bienenstock. Aber weil die Art selten ist, gilt sie als unschädlich für Honigbienenbestände.

Dieser „Wolf“ unter den Insekten lähmt das Opfer mit einem Stich, das Gift wirkt innerhalb von Sekunden. Die Biene wird als Proviant für den Nachwuchs in die Brutzellen geschleppt, dort vom „Wolf“ abgeleckt, wodurch der Speichel das Opfer am Verschimmeln hindert. Jetzt wird es unschön: Nachdem Larven aus den Eiern des „Wolfes“ schlüpfen, machen die sich über die gelähmten Opfer her, wobei die noch eine Weile leben, weil lebenswichtige Organe zuletzt verspeist werden. Horror!!! Die Larven spinnen sich nach ihrer Mahlzeit in Kokos und schlüpfen dann im Frühjahr. Die kleinen „Wölfchen“!

Ich entschuldige mich für diese reale Geschichte. Die nächste wird harmloser!

(nicht im Naturschaugarten beobachtet)