Kategorie-Archiv: Tierportraits

Was macht denn jetzt der Igel?

Sie träumen davon, mal einen ausgeprägten Winterschlaf zu machen. Um dann im warmen Frühjahr schlank und ausgeschlafen zu sein. Gut, dann machen Sie doch so wie der Igel: Sie verkriechen sich im Totholzhaufen. Schlafen Sie nun 3 – 4 Monate. Senken Sie nun Ihre Körpertemperatur auf Umgebungstempetatur bzw. etwas über 0  Grad und senken Sie sämtliche Stoffwechselvorgänge auf 1 – 5 Prozent. Ihre Herzschläge vermindern Sie bitte  auf 2-12 pro Minute. Und bitte atmen sie weniger. Wird schon klappen. Der Igel kann es doch auch.

Was machte denn jetzt

die Grüne Stinkwanze? Nun, da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Die Grüne Stinkwanze, was für ein fürchterlicher Name, ist jetzt braun. Im Herbst wird ihr Grün immer schwächer oder es verschwindet gar. Denn Sie ist ein “Farbwechsler”. Sie lagert roten Farbstoff ein und bekommt so ihr bräunliches Winterkleid. Anfang Oktober sucht sie ein Winterquartier und ist dann mitunter ein Überraschungsgast im Haus. Keine Sorge, sie ist nicht gefährlich, allerdings, und das sagt schon der Name, kann sie bei Gefahr auch unangenehm riechendes Sekret abgeben.

Was war das noch mal?

Bei der Durchsicht älterer Bilder zum Naturschaugarten bin ich auf dieses Bild gestoßen. Ich nehme an, Sie haben längst erraten, was das ist. Oder besser gesagt: werden soll. Richtig! Das ist die Puppe einer Marienkäferlarve. Wenn die Larven ausgereift sind, kleben sie sich mit dem Hinterleib an Zweigen oder Blätter fest. Und nach 6 bis 9 Tagen schlüpft dann der fertige Marienkäfer aus. Ich hatte das bisher noch nicht gesehen. Wieder ein kleines Wunder im NaSchau!

Warum bringt der Glück?

Rund achtzig Arten Marienkäfer gibt es in Deutschland. Aber warum gerade hat man den  Siebenpunkt-Marienkäfer als Glücksbringer erkoren? Nun, die Sieben gilt  seit langer Zeit als Glückszahl. Die Zahl begegnet uns oft, z.B. die Weltwunder, die Erschaffung der Welt in 7 Tagen, James Bond 007 usw.  Und weil der Siebenpunkt-Marienkäfer (aber nicht nur eher) so fleißig Läuse verspeist, ist er ja schon ein Glücksfall. Allein schon als Larve vertilgt er je nach Art bis zu 3000 Pflanzenläuse oder Spinnmilben.