Kategorie-Archiv: Tierportraits

Die Mönchsgrasmücke

Über Winter ist ein Großteil der Mönchsgrasmücken in Großbritannien. Wie? Was? Trotz Brexit? Und hatten diese Vögel nicht immer ihre Winterquartiere in Spanien und Nordafrika? Richtig! Aber durch den Klimawandel hat die Mönchsgrasmücke erstaunlicherweise innerhalb weniger Generationen neue Flugrouten und Winterquartiere geschafft (bzw. schaffen müssen). Der Grund: Die Wintertemperaturen sind in Großbritannien jetzt milder und Überwinterung ist möglich (Quelle NABU).

der Zitronenfalter?

Während der Distelfalter fast ausnahmslos dem Winter in den Süden entflohen ist, bleiben C-Falter und Tagpfauenaugen einfach hier und überwintern in frostsicheren Verstecken. Der Zitronenfalter ist besonders abgebrüht ähm winterhart. Er hält in seinem Winterschlaf selbst 20 Grad minus aus. Denn er hat in seinem Blut einen Frostschutz (Glyzerin). Wenn Sie also einen Falter im Winter im Efeu hängen sehen: Keine Sorge, der wird im Frühjahr wieder munter. Mehr dazu https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/schmetterlinge/tagfalter/04431.html

Was macht denn jetzt der Igel?

Sie träumen davon, mal einen ausgeprägten Winterschlaf zu machen. Um dann im warmen Frühjahr schlank und ausgeschlafen zu sein. Gut, dann machen Sie doch so wie der Igel: Sie verkriechen sich im Totholzhaufen. Schlafen Sie nun 3 – 4 Monate. Senken Sie nun Ihre Körpertemperatur auf Umgebungstempetatur bzw. etwas über 0  Grad und senken Sie sämtliche Stoffwechselvorgänge auf 1 – 5 Prozent. Ihre Herzschläge vermindern Sie bitte  auf 2-12 pro Minute. Und bitte atmen sie weniger. Wird schon klappen. Der Igel kann es doch auch.

Was machte denn jetzt

die Grüne Stinkwanze? Nun, da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Die Grüne Stinkwanze, was für ein fürchterlicher Name, ist jetzt braun. Im Herbst wird ihr Grün immer schwächer oder es verschwindet gar. Denn Sie ist ein “Farbwechsler”. Sie lagert roten Farbstoff ein und bekommt so ihr bräunliches Winterkleid. Anfang Oktober sucht sie ein Winterquartier und ist dann mitunter ein Überraschungsgast im Haus. Keine Sorge, sie ist nicht gefährlich, allerdings, und das sagt schon der Name, kann sie bei Gefahr auch unangenehm riechendes Sekret abgeben.