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Federmotte

Insekten und ich, wir mögen keine Geranien. Die haben keine Pollen, keinen Nektar. Hat man denn gar nichts für die Artenvielfalt übrig? Bienen, Hummeln, Schmetterlinge fliegen die Blüten der Geranien an und ziehen hungrig und enttäuscht weiter. 


Obwohl: Die Raupen der Federmotte haben Geranien zum Fressen gern. Die vernichten dann Freunde der nutzlosen Geranien wiederum mit Gift, da können sie Gift drauf nehmen! 

Die Federmotte hab ich auch schon in Naturschaugarten gesehen. Fotografieren gelang mir aber an der eigenen Haustüre.

65 Arten der Federmotte gibt es in Deutschland. Eine Art lebte schon vor 23 Mio. Jahren. Obwohl sie nur schlecht fliegen kann! Die Flügel sind dafür nur sparsam angelegt. Aber sowas von! 

Spannender Spanner

Ihn lassen Sie bestimmt gerne “auf den Leim gehen”. Denn der Gr. Frostspanner macht große Fraßschäden.
 
Doch weder dessen Raupen noch fertige Falter werden Sie auf Leimringen an Bäumen finden, wohl aber das flügellose Weibchen, das total anders als der männliche Falter aussieht. Hat das Weibchen es doch im Oktober krabbelnd auf den Baum geschafft, verströmt es einen Duft, auf den der männliche Falter “fliegt”. “Danach” werden üppig viele Eier abgelegt, im Frühjahr schlüpfen Raupen, die sich schon mal bei Gefahr abseilen, sie klettern aber auch wieder am eigenen Faden hoch, den sie dann auffressen. Leider ja nicht nur den. 

Spannende Feinde gegen den Spanner sind Schlupfwespen, Raupenfliegen, bestimmte Käfer und Vögel. 
 
Gesehen hab` ich den spannenden Spanner noch nicht im Naturschaugarten.

Ja wie heißt du denn?

Dieser Schmetterling hat es noch nicht einmal zu einem eigenen deutschen Namen geschafft. Und wenn eine Suchmaschine mir seinen Namen Agriphila straminella übersetzen soll, wird behauptet, das erste Wort sei auf Zulu und das zweite auf Niederländisch. 
 
Man könnte diesen Zünsler vielleicht “Den Flugfaulen” nennen, denn das ist er. Aufgeschreckt fliegt er kurz und ist wieder im Gras verschwunden. Gras ist ohnehin seine Lebensgrundlage, denn sein Nachwuchs ernährt sich von Süßgräsern. Wie süß! 
 
Zünsler leitet sich von “zünseln“ ab und hat damit zu tun, dass die Zünsler nachts oft in offene Lichtquellen fliegen (und sich vielleicht so anzünden?). Oh je! 

Ein kritischer Beobachter

Außer dem Naturschaugarten kümmere ich mich auch mal um den eigenen Garten. Ob da alles ökologisch richtig läuft? Kritik kam da von überraschender Seite. Aber lesen Sie selbst, welch eine Begegnung ich dort mit einem Schwalbenschwanz hatte:
 
Was schaust du so vorwurfsvoll? Ich verwende doch keine Pestizide, Herbizide. Ich hab` doch alles richtig gemacht. In meinem Garten wächst die Wilde Möhre und manchmal auch Fenchel. O.k., o.K., Dill fehlt noch für deinen Nachwuchs. Nächstes Jahr, versprochen, bestimmt. Darf es dann auch noch etwas Liebstöckel und Pastinak für die Kleinen sein? 
 
Kaum hab’ ich das laut ausgesprochen, wirkt er schon nicht mehr so kritisch. Und fliegt einfach fort! Es scheint wohl alles geklärt. Vielleicht hat er aber auch über Kilometer hinweg ein Weibchen gerochen und er macht mit ihr etwas Stimmungsaufhellendes. Also das nächste Mal lass’ ich mich nicht mehr von einem Falter  so “zusammenfalten”!  (Bild von Jack Simon) 

Sei (k)ein Dickkopf!

Bestimmt hab’ ich nichts mit diesem Falter zu tun. Und trotzdem spricht man mich manchmal (fast) so an. “Jetzt sei doch kein Dickkopf, Alter!” Zugegeben, das klingt doch fast wie Dickkopffalter.

Dieser Falter hat auch einen Dickkopf, real und sprichwörtlich. “Sei kein Dickkopf! Sei vorsichtig wegen der Spinnen!”, sagte die Faltermutter. Aber wer hört schon auf Muttern! Und so landete er direkt neben der Gefahr. Haben Sie die Spinne entdeckt? Nein? Der Falter auch nicht.