Lokale Agena 21

Was ist die Agenda 21?

Die Agenda 21 wurde auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro von über 170 Staaten unterzeichnet. Sie ist ein Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert und strebt eine Entwicklung an, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht erfüllen können. Es geht um die Verwirklichung einer Wirtschaftsweise, die Rücksicht auf die Natur nimmt und soziale Gerechtigkeit wahrt.

Global denken, lokal handeln!

Jede Kommune weltweit soll ihr eigenes lokales Handlungsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung aufstellen: eine Lokale Agenda 21. In einem langfristig angelegten, offenen Prozess werden in einem Dialog zwischen Stadtverwaltung, Politik, Bevölkerung, örtlichen Organisationen und der Wirtschaft konkrete Maßnahmen und Strategien für eine zukunftsfähige Stadt entwickelt.

Mainz macht mit!

Anfang 1997 wurde aus einer Initiative entwicklungs- und umweltpolitischer Gruppen das Forum Umwelt & Entwicklung Mainz (seit Anfang 2002 umbenannt in Forum Lokale AGENDA 21 Mainz) ins Leben gerufen, um den Lokalen Agenda 21 – Prozess anzustoßen und zu begleiten. Im Dezember 1997 hat der Rat der Stadt Mainz seinen Beschluss zur „Zukunftsinitiative Mainz – Lokalen Agenda 21“ gefasst und die Verwaltung damit beauftragt, unter breiter Beteiligung der Bevölkerung ein lokales Handlungsprogramm – eine Lokale Agenda 21 – zu erarbeiten.

Unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte trägt die Lokale Agenda 21 dazu bei, das Wohlergehen der Mainzerinnen und Mainzer im 21. Jahrhundert zu sichern, wobei globale Belange miteinbezogen werden sollen.

Agenda konkret

Zahlreiche Projekte wurden mittlerweile angegangen und realisiert. So liegen ein Reparatur- und ein Lebensmittelführer vor, das betriebliche Umweltberatungsprogramm ÖKOPROFIT Mainz läuft, und es gibt den fair gehandelten und ökologisch angebauten „Café Mayence“, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Offen für alle!

Alle Mainzer Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine sind dazu eingeladen:

  • Ideen und Vorschläge für ein zukunftsfähiges Mainz zu entwickeln,
  • konkrete Projekte und Maßnahmen zu erarbeiten,
  • neue Formen der Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung zu gestalten.

Als Plattform für ihre Ideen haben sich im Forum Lokale AGENDA 21 Mainz folgende Arbeitskreise gegründet:

  • Im Arbeitskreis Konsum geht es vorrangig um die Förderung einheimischer, bevorzugt ökologisch angebauter Produkte, neue Vermarktungskonzepte und das Überdenken eingefahrener Konsumgewohnheiten.
  • Der Arbeitskreis Süd/Nord beschäftigt sich mit den vielfältigen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mainz und den Ländern des Südens. Schwerpunkte sind die Ausweitung des „fairen Handels“ und die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Der Arbeitskreis Verkehr beschäftigt sich vorrangig mit einem zukunftsfähigen Verkehrskonzept, das Gleichberechtigung der Mobilität gewährleistet und bei dem der Einfluss des Verkehrs auf die Umwelt so gering wie möglich ist.
  • Der Arbeitskreis Gesundheit und Ernährung will andere Menschen über die vollwertige Ernährung und gesunde Lebensführung beraten, um Krankheiten zu verhindern oder bereits bestehende zu bessern. Ziel ist, die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
  • Der Arbeitskreis Naturnahes Grün wurde im Januar 2001 gegründet. Zielsetzung ist, den Mainzerinnen und Mainzern die ökologische, naturnahe Gestaltung von Gärten und Grünanlagen mit heimischen Pflanzen näher zu bringen.

Internet-Seite des Forums Lokale AGENDA 21 Mainz: www.agenda21-mainz.de

Agena 21 – Seite der Stadt Mainz:
www.mainz.de/agenda21

Koordination der Mainzer Agenda-Arbeit:

Dr. Sabine Gresch Amt für Stadtentwicklung
55028 Mainz
Postfach 3820
Tel.: 06131 / 12-3730
Fax: 06131 / 12-2044
agenda21@stadt.mainz.de